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Unsere Tipps zu Ostern in Hessen

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Es gibt viel zu erleben – ein Überblick in sieben Portionen.

Hier brennt’s
An Ostern ist Weihnachten endgültig vorbei. Dann werden auch die letzten Reste des Dezember-Festes entsorgt. Oder gehen vielmehr in Flammen auf. Auf dem Frankfurter Riedberg stapeln sich die ausgedienten Weihnachtsbäume der Stadtteilbewohner, warten auf ihren letzten Weg – und der führt ins Feuer. Sie werden beim Osterfeuer der IG Riedberg am heutigen Karsamstag verbrannt. Los geht es auf der Brachfläche am Ende der Max-von-Laue-Straße gegenüber der Kita Kairos um 18.30 Uhr mit Gulasch und Stockbrotbacken in kleinen Brennschalen. Fürs große Feuer kommt die Freiwillige Feuerwehr Kalbach und entzündet es nach Sonnenuntergang gegen 20.30 Uhr. Gut, dass die Feuerwehr dabei ist, Meteorologen warnen wegen anhaltender Trockenheit und steigender Temperaturen vor der Brandgefahr. „Für die zahlreichen traditionellen Osterfeuer raten wir dringend, genügend Abstand zu Waldgebieten zu halten und die vielerorts ausgetrockneten Böden bei der Planung und Durchführung mit zu bedenken“, sagt Gernot Schütz von Wetter.com.

Im Frankfurter Stadtteil Nieder-Eschbach beginnt die Freiwillige Feuerwehr ihr Fest mit Osterfeuer in der Leo-Tolstoj-Straße 17M am Ostersamstag um 17 Uhr.

In den Bürgerpark von Dreieich-Sprendlingen lädt die dortige Freiwillige Feuerwehr auch um 17 Uhr ein. Und in Wiesbaden beginnt das Osterfeuerfest am Schlachthof, Murnaustraße 1, um 18 Uhr. Die Feier der Osternacht am 21. April, beginnen viele Kirchengemeinden mit einem Osterfeuer vor dem Gotteshaus. Zum Beispiel in Frankfurt: 5.45 Uhr am Sonntagmorgen auf dem Römerberg vor der Alten Nikolaikirche. (sabu)

Abseits von Ostern

Wer genug von Eiersuche und österlichen Traditionen hat, kann sich auf der Frankfurter Dippemess am Ratsweg in einem der Fahrgeschäfte auch einfach ostereiergrün im Gesicht kreiseln lassen. Zum Beispiel in dem neuen „Devil Rock“, den die Betreiber mit „temporeiches Rundfahrgeschäft“ beschreiben. Aber es gibt natürlich auch Riesenrad und Kettenkarussell, Geisterbahn und Autoscooter. Und Dippemess hat ja auch was von Tradition, immerhin gibt es sie seit dem 14. Jahrhundert. Öffnungszeiten: Samstag 14–24 Uhr, Ostersonntag 12–24 Uhr, Ostermontag 12–23 Uhr.

Gleich nebenan in der Eissporthalle finden an den Ostertagen täglich ab 8 Uhr internationale Wettbewerbe für den Eishockey-Nachwuchs statt. Der Eintritt zu den Spielen ist frei. Am Karsamstag läuft das Bambini-Turnier (U9), Ostersonntag und -montag der Löwen-Cup der Kleinschüler (U11).

Second-Hand-Kleidung, DIY-Produkte, Schallplatten, Kunst und Bücher gibt es am Ostermontag auf dem Farbenfabrik-Flohmarkt, Gutleutstraße 294, 14–20 Uhr. Bei den sommerlichen Temperaturen lässt es sich auch im Freibad aushalten. Das beheizte Hausener Schwimmbad hat täglich von 6.30 bis 20 Uhr geöffnet.

Ein Mittelalterspektakel mit Ritterturnier ist von Samstag bis Montag bei St. Goarshausen zu erleben. Auf dem Plateau des Loreleyfelsens findet ein Mittelaltermarkt statt, jeweils um 13.30 Uhr und 16.30 Uhr reiten die Ritter zum Turnier. Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag 11–22 Uhr, Montag 11–19 Uhr. Eintritt:

Erwachsene 12 Euro, Kinder 6 Euro. Kostenlos ist dagegen das Frankfurter Stadtgeläut. Die 50 Glocken der zehn Innenstadtkirchen erklingen am Karsamstag von 16.30 bis 17 Uhr gemeinsam. (sabu)

Festlich speisen
Irgendwie soll es ja schon auch etwas Besonderes an Ostern zu essen geben. Ist schließlich eine feine Sache, so ein Drei- oder Viergängemenü. Noch feiner, wenn man es serviert bekommt und mit Gemüseschnippelei und Abwasch nichts am Hut hat. Kein Problem in Frankfurt, es bieten einige Hotels Ostermenüs an. Zum Beispiel der Frankfurter Hofgarten im Nordend. Für 39 Euro gibt es in der Mercatorstraße: Honig-Ziegenkäse an Wildkräutersalat oder pikante Erbsensuppe mit gebratener Garnele, Zander auf Frühlingsgemüse oder Rumpsteak an Kräuterjus, Erdbeertiramisù. An Samstag, Sonntag und Montag um 18 und um 19.30 Uhr. Am Sonntag und Montag steht um 12 Uhr ein Osterbrunch für 29,50 Euro auf dem Plan.

Im Jumeirah Frankfurt am Thurn-und-Taxis-Platz wird am Samstag- und Montagabend ein Dreigängemenü für 59 Euro serviert. Vier Gänge gibt es am Sonntagabend in Oscar’s Brasserie Moderne des Steigenberger „Frankfurter Hof“ am Kaiserplatz für 64 Euro, das Hotel bietet am Sonntag um 12.30 Uhr auch einen Osterbrunch für 59 Euro an. Alle Termine sind zu buchen unter www.frankfurter-stadtevents.de. (sabu)

Des Volkes wahrer Himmel

Wer an Ostern nicht durch Gärten und Felder wandeln will, sondern bewusst den Druck von Giebeln und Dächern sucht, kann in der neuen Frankfurter Altstadt Ostersymbolik entdecken. Pfarrer Jeffrey Myers hat einige Beispiele herausgesucht. Beispielsweise das „Goldene Lämmchen“. Auf dem Haus findet sich eine Darstellung des Jungschafs. An der Fassade gibt es zudem eine restaurierte Madonna mit Jesuskind zu bestaunen. Vom Lamm geht’s zum Löwen. An der Renaissancefassade des „Hauses zur Goldenen Waage“ entdeckt der Betrachter den König der Tiere. Jetzt bloß nicht gleich zum nächsten Haus eilen – an der Goldenen Waage gibt es noch mehrere Darstellungen des Widders oder Hammels. Wer weiter sucht, findet noch mehr Symbole wie Hase oder Brunnen.

Wer geführte Touren bevorzugt, kann am Ostersonntag um 13 Uhr vom Goethemuseum, Großer Hirschgraben 23–25, mit auf die elf Kilometer lange Wanderung entlang des Goethe-Wanderwegs gehen. Am Ostermontag um 15 Uhr begeben sich die Stadtevents auf die Spuren von Goethes Liebschaften. Treff ist auf dem Goetheplatz. Anmeldungen online unter frankfurter-stadtevents.de. Die Teilnahme kostet 13 Euro. (sabu)

Überall Verstecke
Ostern ist das Fest mit der höchsten Wahrscheinlichkeit, irgendwo Eier zu finden. Vorsicht: In der Grube Messel bei Darmstadt sind sie womöglich schon 47 Millionen Jahre alt. Aber die Eier im Besucherzentrum sind garantiert frisch und mit kniffligen Fragen zum Unesco-Welterbe bestückt (Samstag bis Montag, 10–17 Uhr). Im Eintracht-Museum im Waldstadion, Samstag bis Montag von 10 bis 18 Uhr geöffnet, gastiert am Montag der Osterhase, führt durchs Stadion und hat Eier versteckt. Im Frankfurter Zoo warten am Sonntag und Montag (9–19 Uhr) Bastelzelt, Schminkstation, Affenspiel und Fühlbox. Ostergeschenke gibt’s nicht nur für Menschen: Die Tierpfleger verstecken Eier für die Affen und Brillenbären, Zwergmangusten und Erdmännchen, Waldhunde, Fenneks und Fingertiere – und alle dürfen zuschauen, wie sie suchen. Im Opel-Zoo in Kronberg ist Ostereiersuchen für Kinder am Sonntag und Montag von 10 bis 12 Uhr. Was macht der Frankfurter Palmengarten? Öffnet sein Osterhasengärtchen am Sonntag (11–18) und Montag (11–16 Uhr) für Kinder zur Eiersuche. Der Hessenpark in Neu-Anspach macht ein dickes Osterprogramm, darunter Ostertaschen bedrucken, Ostereierbecher gestalten, Holzostereier drechseln und Osterküken filzen, an allen drei Tagen von 11 bis 17 Uhr. Die Alte Fasanerie in Hanau lädt für den Montag (9 bis 13 Uhr) zur Eiersuche ein und hat sogar zwei Hasen zu Gast, die Schokolade ganz ohne Suche verteilen. (ill)

Rund ums Ei geführt
Das Frankfurter Bibelhaus hat über die Ostertage nicht geöffnet. Liegt ja auch irgendwie nahe, dass dort andere Prioritäten gesetzt werden. Viele andere Frankfurter Museen haben aber ihre Dauer- und Sonderausstellungen meist bis 18 Uhr geöffnet – und für Kinder wird zum Teil extra etwas zu Ostern geboten. Im Experiminta, Hamburger Allee 22–24, erwartet die Besucher täglich um 14.30 Uhr eine Science-Show „Rund ums Osterei“. Dabei werden Fragen beantwortet wie „Kann man auf rohen Eiern stehen?“ oder „Kann man ein Ei mit der Hand zerdrücken?“. Und alle Besucher können dabei mitmachen.

Im Frankfurter Senckenberg-Museum gibt es am Montag, 15 Uhr, eine Familienführung zum Thema „AllerlEi Erstaunliches rund ums Ei“. Das Frankfurter Filmmuseum zeigt am Ostersonntag um 15 Uhr den Film „Peter Hase“. Im Städel wird mit den Handpuppen Louis und Lulu am Sonntag um 11 Uhr Ostern gefeiert. Mit einem historischen Dampfzug kommt am Sonntag und Montag zwischen 10 und 16 Uhr der Osterhase ins Darmstädter Eisenbahnmuseum und hat eine Überraschung für kleine Gäste. Im Museum Wiesbaden gibt es eine Osterführung „Das Ei“ durch die Sonderausstellungen am Sonntag um 15 Uhr. (sabu)

Fotowettbewerb
Zugegeben – kein reines Osterthema, aber eine schöne Beschäftigung für die Ostertage und die Ferien. Und eine Möglichkeit, mit dafür zu sorgen, dass es auch in Zukunft noch Ostereier gibt: Für den ersten Frankfurter Klimaschutzkalender sind alle aufgerufen, Orte des Klimawandels und Klimaschutzes zu ergründen und zu fotografieren. Das Frankfurter Institut für nachhaltige Entwicklung (Fine) und die Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung ermuntern zur Teilnahme.

Die Fotos für die zwölf Kalenderblätter sollen zu zwölf verschiedenen sogenannten Fokusthemen passen: Flächenversiegelung, Müllvermeidung, Lichtverschmutzung, Artenvielfalt, Stromverbrauch, Hitze und Gesundheit, Feinstaub, Begrünung und Laubbäume, Carsharing, Re- und Upcycling, bürgerschaftliches Engagement, regionale Produkte und Wochenmarkt. Die Jagd auf die besten Fotos läuft bis zum 20. Mai, dann entscheidet eine Jury, welche Beiträge in den Kalender kommen. Die Teilnahmebedingungen und alles Weitere sind nachzulesen unter klimajagd.de/fotowettbewerb. (ill)

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