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Umbau zu aufwendig

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Debatte um Gartenfeldstraße

BAD HOMBURG - Sollen die Fußgänger- und Radrampen in Saalburg- und Gartenfeldstraße barrierefrei umgebaut werden? Das wollten die Grünen im Bau- und Planungsausschuss wissen. Von einem Mitarbeiter des Tiefbauamts kam eine klare Antwort: Möglich wäre es zwar, aber enorm aufwendig und teuer. Im Augenblick hätten die Rampen ein Gefälle von zwölf Prozent. Um als barrierefrei gelten zu können, dürfte dieses nicht mehr als sechs Prozent betragen. Um das dort zu erreichen, so erläuterte der Fachmann, müsse man die Rampen um mehr als zehn Meter mit L-Steinen verlängern. Das sei ein ungeheuerer Aufwand in „schwierigem Gelände“. Pro Rampe müsse man mit Kosten von 25 000 bis 30 000 Euro rechnen. Man habe sich schon einmal aus wirtschaftlichen Gründen gegen einen barrierefreien Ausbau entschieden, so der Verwaltungsmitarbeiter.

Sein Verdikt: „Aufwand, Kosten und Nutzen stehen in keinem Verhältnis zueinander.“ Denn es gebe schließlich für körperlich beeinträchtigte Passanten bereits barrierefreie Alternativen, um von der Gartenfeld- zur Saalburgstraße zu kommen. Im Grunde müsse die gesamte Treppenanlage abgerissen werden, um Barrierefreiheit herzustellen, „das ist bei der aktuellen Haushaltslage einfach nicht sinnvoll, zumal es nicht notwendig ist“, pflichtete ihm Michael Velten von der CDU bei. „Schade zwar, aber nicht zu ändern.“ Das sah auch Horst Blaeser, der den Antrag für die Grünen eingebracht hatte, am Ende offenbar selbst so. Er zog den Antrag zurück. judo

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