1. Startseite
  2. Rhein-Main

Ulrich Tukur erhält hessischen Ehrenpreis

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Kathrin Rosendorff

Kommentare

Ulrich Tukur begeistert seit 2010 als Tatort.-Kommissar Felix Murot
Ulrich Tukur begeistert seit 2010 als Tatort.-Kommissar Felix Murot © Alex Kraus (Alex Kraus)

Der Ehrenpreis des Hessischen Film-und Kinopreises 2017 geht an den Schauspieler Ulrich Tukur, der unter anderen im Tatort als Kommissar Felix Murot zu sehen ist.

Er spielte schon in Hollywood an der Seite von George Clooney in „Solaris“, brillierte als Oberleutnant im oscarprämierten DDR-Drama „Das Leben der Anderen“ und überzeugt seit 2010 im Wiesbadener Tatort als Kommissar Felix Murot. Die Rede ist natürlich von Ulrich Tukur. Der in Viernheim geborene Schauspieler erhält den diesjährigen Ehrenpreis des hessischen Ministerpräsidenten. Das verriet Kunst-und Kulturminister Boris Rhein (CDU) am Freitag.

Persönlich entgegennehmen wird der Schauspieler die Auszeichnung am 13. Oktober in der Alten Oper. Es ist bereits die 28. Verleihung des Hessischen Film-und Kinopreises. Seine Entscheidung begründet Ministerpräsident Volker Bouffier nicht etwa damit, dass Tukur im Sommer 60 Jahre alt geworden ist, sondern: „Seit Jahrzehnten weiß Tukur in unzähligen Rollen mit der Vielseitigkeit in seiner Schauspielkunst zu begeistern.“ Und er habe sich als Musiker, Sänger, Pianist und Akkordeon-spieler ebenfalls erfolgreich hervorgetan. „Somit ist Tukur ein Allrounder, stets sicher im Takt und nichts bringt ihn dabei aus dem Rhythmus.“

Der Hessische Film- und Kinopreis ist mit insgesamt 192 500 Euro dotiert. Zum allerersten Mal wird der Newcomerpreis, der mit einem Preisgeld von 7500 Euro verbunden ist, vergeben. „Da durfte ich bestimmen, wer den bekommt“, sagt Rhein. Seine Wahl ist auf die 1989 in Wiesbaden geborene und auch dort aufgewachsene Schauspielerin Jasna Fritzi Bauer gefallen. Eine Newcomerin ist die 1,58 Meter große und viel jünger aussehende Schauspielerin nicht wirklich: Sie überzeugte am Wiener Burgtheater, im Frankfurter Tatort „Land in dieser Zeit“ als Nazi-Mädchen und bekam gerade viel Lob für ihre Darstellung der schrägen Berliner Göre Mifti im Kinofilm „Axolotl Overkill“. „Jasna Fritzi Bauer ist eine der ausdrucksstärksten und begehrtesten Jungschauspielerinnen ihrer Generation. Ihre Darstellung von problematischen Jugendlichen sucht ihresgleichen“, so Rhein.

Um den Titel „Bester Spielfilm“ konkurrieren drei Werke, die nicht unterschiedlicher sein könnten: Die DDR-Verwechslungskomödie „Vorwärts immer“ mit Jörg Schüttauf tritt gegen das in Frankfurt gedrehte Gangsterdrama „Nur Gott kann mich richten“ mit Moritz Bleibtreu und den Pferde-Jugendfilm „Aufbruch nach Ora“ an. Als beste Fernsehschauspielerin ist Corinna Harfouch für „Viel zu nah“ nominiert. Sie spielt eine Polizistin, die den schrecklichen Verdacht hegt, dass ihr Sohn ein Gewaltverbrecher ist. Gegen sie tritt Tijan Marei als Teenie-Schwangere in der Komödie „Ella’s Baby“ sowie Caroline Peters im Psychothriller „Kalt ist die Angst“ an.

Als bester Schauspieler ist Jens Harzer, der als schwuler Witwer im Tatort „Amour Fou“ zu Tränen rührt, nominiert. Seine Konkurrenten sind Ernst Stötzner in der Serie „Charité“ und Manfred Zapatka in „Sanft schläft der Tod“.

Auch interessant

Kommentare