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Ukraine: Kreis strebt Partnerschaft an

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Kreistag will mit Austausch helfen

HOCHTAUNUS - Der Kreisausschuss prüft die Bildung einer kommunalen Partnerschaft oder partnerschaftsähnlichen Beziehung zwischen dem Hochtaunuskreis und ukrainischen Kommunen beziehungsweise Gebietskörperschaften. Ein entsprechender Antrag der CDU/SPD/FW-Koalition fand im Kreistag die Zustimmung aller Fraktionen. Zur Begründung sagte Alexander Jackson (CDU), der russische Angriffskrieg auf die Ukraine mit über 100 000 Todesopfern stelle einen Bruch mit der Europäischen Friedensordnung dar. Der Hochtaunus und seine Bevölkerung hätten seit Ausbruch des Krieges mit hohem Engagement Geflüchtete unterstützt. Viele Hilfsgütertransporte und Flüchtlingstransfers auf der Rückreise der Busse hätten diese Verbundenheit unter Beweis gestellt.

Der Koalition sei bewusst, dass der Aufbau konkreter Partnerschaften eine Herausforderung ist. Deshalb könne es auch sinnvoll sein, zunächst erst auf informelle Kontakte zu setzen. Im Hochtaunuskreis, der bisher nur mit Gilboa in Israel verschwistert sei, gehe man bewusst zurückhaltend mit Partnerschaften um.

Die Grünen, so Sprecherin Patricia Peveling, stimmten dem Antrag „selbstverständlich mit Freude“ zu. Der Krieg sei noch lange nicht vorbei, Solidarität mit dem ukrainischen Volk sei deshalb wichtig für die Gesellschaft. Uneingeschränkte Zustimmung kam auch von der FDP. Man habe durch Recherchen herausgefunden, dass es in der Ukraine zwei Städte gebe - Tscherkassy und Nikopol -, die sehr gut zum Hochtaunuskreis passen könnten. Tscherkassy ist eine Universitätsstadt mit 286 000 Einwohnern im Zentrum der Ukraine. Nikopol, 120 000 Einwohner, liegt in der Oblast Dnjepropetrowsk im Südosten. Die Hafenstadt, die in fünf Stadtteile unterteilt ist, befindet sich nördlich des Kachowkaer Stausees, der durch den Dnjepr gespeist wird. as

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