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Das Terminal des Kassel Airports.
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Das Terminal des Kassel Airports.

Luftfahrt

Trotz Passagier-Einbruch finanziell auf Kurs

Der Kassel Airport gilt wegen seines Dauerdefizits als politischer Zankapfel. Doch ausgerechnet er kommt finanziell vergleichsweise gut durch die Pandemie.

Der Regionalflughafen Kassel will trotz eines extremen Einbruchs bei den Passagierzahlen durch die Corona-Pandemie sein Defizit senken. „Kassel Airport hat bislang kein zusätzliches Landesgeld benötigt, um Folgen der Corona-Krise abzufedern“, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums in Wiesbaden auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Auch werde derzeit nicht mit einem größeren Defizit für 2020 gerechnet. Das solle unter dem 2019 erzielten Minus von rund 5,6 Millionen Euro liegen. Auch für das Jahr 2021 werde derzeit nicht mit einer Überschreitung gerechnet.

„Am Kassel Airport - so, wie an allen anderen Flughäfen bundesweit - haben die Auswirkungen der Corona-Pandemie und die damit verbundenen Reisebeschränkungen zu Passagierverlusten in Höhe von 70 bis 80 Prozent geführt“, sagte eine Flughafen-Sprecherin. Aktuell gehe man davon aus, dass bis Ende 2020 rund 27 500 Passagiere den Airport genutzt haben werden. Vor der Pandemie waren rund 130 000 Passagiere pro Jahr in Kassel gezählt worden. Im Sommer hatte das Land die Prognose dann wegen Corona auf 50 000 gesenkt.

„Wer beim Kassel Airport immer nur auf die Zahlen der Ferienflüge und Passagiere guckt, betrachtet stets nur einen Ausschnitt dessen, was der Flughafen bietet“, sagte Finanzstaatssekretär Martin Worms, der auch Aufsichtsratsvorsitzender des Flughafens ist. Dass diese Zahlen in der Pandemie zurückgingen, sei klar. „Aber etwa die Geschäfts- und Privatflüge, die Vermietung und Verpachtung von Flächen: All das geht trotz Corona recht gut weiter.“ So habe die Flughafen GmbH Kassel zusätzliche Erträge aus Vermietung und Verpachtung erzielt und die Betriebsausgaben durch Kurzarbeit gesenkt.

Für 2021 ist man zuversichtlich

Im Sommer hatten Umweltschützer den Airport und andere Regionalflughäfen kritisiert und deren Schließung gefordert. Doch solange die Finanzen stimmen, sieht auch der grüne Koalitionspartner in der schwarz-grünen Landesregierung vorerst keinen Diskussionsbedarf. „Wir haben in der Koalition das Ziel vereinbart, die Kosten für das Land bis 2025 auf 6 Millionen Euro zu senken. Bei diesem Ziel bleibt es“, sagte Karin Müller, verkehrspolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion in Hessen.

Der Winterflugplan war am 1. November zwar mit drei Verbindungen auf die Kanaren gestartet. Doch aufgrund der Auswirkungen der Pandemie, den Empfehlungen der Bundesregierung zu Reisen, der Pflicht zur Vorlage eines Corona-PCR-Tests in Kombination mit geringen Testkapazitäten habe die Nachfrage stark nachgelassen, sagte die Sprecherin der Flughafen GmbH. Daher habe die von Kassel fliegende Airline Sundair Ende November die Flüge vorerst eingestellt. Sie plane, diese im Februar wieder aufzunehmen.

Für 2021 sei man zuversichtlich. Sundair habe bereits einen vorläufigen Flugplan für den Sommer zur Buchung freigeben mit Verbindungen nach Mallorca, Heraklion und Rhodos in Griechenland sowie ins türkische Antalya.

Das Land Hessen ist mit 68 Prozent der größte Anteilseigner des Regionalflughafens in Calden bei Kassel. Weitere Gesellschafter sind die Stadt und der Kreis Kassel mit je 14,5 Prozent. Die Gemeinde Calden hält drei Prozent. (dpa)

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