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Trinkwasser

Trockenheit

Trinkwasserverbrauch auf Rekordniveau

Ende Juni hat Hessenwasser einen Rekordwert beim Trinkwasserbedarf registriert.

Rekordverbrauch wegen Trockenheit und trotzdem ausreichend Trinkwasser: Um die Versorgung von Millionen Menschen im Rhein-Main-Gebiet zu gewährleisten, muss nach Angaben des zuständigen Unternehmens Hessenwasser weiter in Pumpen, Speicher und Leitungen investiert werden. Als problematisch hätten sich in den vergangenen zwei Jahren vor allem die extremen Spitzenwerte beim Verbrauch an heißen Tagen erwiesen. „Darauf ist die Versorgungsinfrastruktur insgesamt derzeit nicht ausgelegt“, sagte die Geschäftsführerin von Hessenwasser, Elisabeth Jreisat, am Freitag in Frankfurt.

Ende Juni hatte Hessenwasser einen Rekordwert beim Trinkwasserbedarf registriert. Am 26. Juni waren es demnach 426 312 Kubikmeter, dies lag noch einmal zwei Prozent über dem im Vorjahr aufgestellten seitherigen Höchstwert. Hintergrund seien das Bevölkerungswachstum in der Region und die beiden trockenen Sommer 2018 und 2019 als Auswirkungen des Klimawandels.

Wichtig zur Stabilisierung des Grundwasserspiegels sei Rhein- und Mainwasser, sagte Jreisat. Es werde aufbereitet und in den Boden geleitet, um den Grundwasserspiegel trotz Trockenheit zu stabilisieren. Für die Erneuerung der entsprechenden Anlage in Frankfurt werde derzeit ein Konzept erarbeitet. Auch in die Rhein-Anlagen im hessischen Ried müsse weiter investiert werden. Hessenwasser beliefert rund 2,2 Millionen Menschen in Wiesbaden, Frankfurt, Darmstadt und zahlreichen anderen Kommunen. (dpa)

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