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Trinkwassernotstand kann noch kommen

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Gefahr erst gebannt, wenn es regnet

BAD HOMBURG - Die Trinkwasserampel steht seit Anfang Juli auf Gelb - aber seitdem hat es nicht mehr geregnet, zugleich war es viele Tage über 30 Grad heiß. Die Stadtwerke schließen nicht aus, dass die Ampel bald auf Rot steht. Das passiert, wenn der tägliche Verbrauch in einer bestimmten Relation zum Angebot aus den Stollen und Brunnen und dem Fremdwasserbezug ist. Vergleichswerte aus den Vorjahren und Wetterbedingungen werden miteinbezogen. Im Hochsommer verbrauchen die Homburger durchschnittlich zwischen 11 000 und 13 500 Kubikmetern am Tag (Dezember/Januar: 10 000 bis 11 000). Pro Kopf hat jeder Einwohner im vorigen Jahr 122 Liter Wasser abgezapft. "Der Verbrauch geht erst dann deutlich zurück, wenn es regnet", erklären die Fachleute. "Sollte aber kein Regen fallen, bleibt der Verbrauch bis in den Herbst hinein auf sommerlichem Niveau." Wobei die Wasserampel offenbar schon Erfolge zeigt: Besonders an ganz heißen Tagen haben die Stadtwerke in diesem Jahr nicht mehr die Spitzenwerte wie in den Jahren zuvor verzeichnet. Bis noch vor einer Woche war die Tagesabgabe leicht rückläufig. Wichtiger Faktor für den Verbrauch sei das Wetter. ahi

EINFACHE TIPPS

Um einen Wassernotstand zu vermeiden, bittet die Stadt um folgende Maßnahmen, die schnell umzusetzen sind. Pflanzen sollten nur gezielt gegossen werden, generell gilt, nur früh morgens oder abends zu wässern. Rasen muss nicht gesprengt werden, er wächst nächstes Jahr wieder. Beim Toilettengang unbedingt die Spartaste nutzen, Geschirrspüler und Waschmaschine erst anstellen, wenn sie voll sind. Wer Obst und Gemüse wäscht, muss dies nicht unter fließendem Wasser tun - und mit dem Restwasser könnten auch noch Blumen gegossen werden. Außerdem sollten keine Kinder-Planschbecken befüllt werden.

Die Wasserampel zeigt seit 2019 den Stand beim Trinkwasser an. So soll in Zeiten hoher Verbräuche ein Trinkwassernotstand vermieden werden. Steht die Wasserampel auf Grün, besteht kein Problem. Gelb heißt, es wird so viel Trinkwasser verbraucht wie maximal zur Verfügung steht. Springt die Ampel auf Rot um, muss viel Fremdwasser hinzugekauft werden - striktes Sparen ist nötig. Beim Trinkwassernotstand ist der Versorgungsdruck gefährdet. ahi

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