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Lebendige Geschichte im Amphitheater

Trier – antike Pracht interaktiv erleben

Trier trägt viele Titel: älteste Stadt Deutschlands, Zentrum der Antike, Großstadt und Hauptstadt. Moment – Hauptstadt? Aber sicher. Blicken wir 1700 Jahre zurück.

Damals war Trier eine von vier Hauptstädten des Römischen Reichs, Kaiserresidenz, Weltmetropole, Handels- und Finanzzentrum. Aus dieser Zeit resultiert die Bezeichnung „roma secunda“ (aus dem Lateinischen übersetzt: das zweite Rom) für die Stadt.

Konstantinbasilika, Kaiser- und Barbarathermen, Amphitheater und die Porta Nigra zeugen von dieser antiken Pracht, die sich den Besuchern noch heute als Teil des Trierer UNESCO-Welterbes im Stadtzentrum zeigt. Zusätzlich lassen der Dom, die Liebfrauenkirche und der Codex Egberti, auch den Glanz späterer Jahrhunderte sichtbar werden.

Das Trierer Wahrzeichen: die Porta Nigra

1850 Jahre Porta Nigra

2020 hat Trier ein besonderes Jubiläum zu feiern: die Porta Nigra hält dann schon 1850 Jahre lang den Stürmen stand. Als besterhaltenes Stadttor nördlich der Alpen begrüßt die Porta Nigra, das „Schwarze Tor“, die Besucher am Anfang der weitläufigen Fußgängerzone. Die Porta Nigra wurde als Bollwerk gegen den Feind gebaut, vor allem aber auch als prachtvoller Beweis der römischen Stärke im Nordwesten des Reiches. Die Steine selbst waren damals noch weiß und dunkelten im Laufe der Jahrhunderte derart nach, dass die Menschen im Mittelalter begannen, das Tor „Porta Nigra“ zu nennen. Zu dieser Zeit war aus dem Tor allerdings schon eine dreigeschossige Doppelkirche geworden, die dem heiligen Simeon geweiht war. Seit Napoleon und der Preußenzeit des 19. Jahrhunderts ist die Porta jedoch wieder ein Stadttor – noch bis in die 1970er Jahre auch mit Autoverkehr durch die komplette heutige Fußgängerzone. Heute ist rund um die „Pochta“, wie die Trierer sie nennen, deutlich mehr Ruhe – auch wenn regelmäßig ein römischer Zenturio freiwillige Helfer sucht.

Geheimnisvolle Zeitreise ins Zentrum der Antike

Mit Baumeister Nubius in den unterirdischen Gängen der Kaiserthermen

Live dabei sein, wenn die Porta Nigra gegen angreifende Barbaren verteidigt werden muss? Das geht! In der Erlebnisführung „Das Geheimnis der Porta Nigra“ erwartet die Teilnehmer eine faszinierende Zeitreise in das römische Trier vor 1800 Jahren, als das Leben gefährlich und die tägliche Arbeit mühsam war – erst recht als römischer Soldat. Entsprechend viel hat der Zenturio auch zu berichten: Gespielt von einem professionellen Schauspieler erzählt er von glanzvoller Pracht und düsterem Kampf, von Ruhm und Vergänglichkeit, von römischem Stolz und barbarischem Trotz.

Gleiches gilt für den Gladiator Valerius, der im Amphitheater auf einmal seinem besten Freund gegenübersteht. Oder für den Baumeister Nubius aus dem Stück „Tödliche Intrige“, der in den Kaiserthermen um sein Leben bangt, nachdem er den Mord an der Kaiserin zufällig mit angesehen hat. Beim „Mythos Gladiator“ erleben die Zuschauer in einem Workshop hautnah mit, wie das Leben und Training in der antiken Arena ablief. Unter fachkundiger Anleitung eines „Berufsgladiators“ erlernen sie authentische Übungen und den Umgang mit Schwert und Schild – aber natürlich ohne tatsächliche Kampfszenarien.

Diese Workshops und Erlebnisführungen zeigen den Zuschauern, wie man in der antiken Stadt (über-)lebt hat – lebendig, unterhaltsam und absolut einzigartig.

Informationen und Buchung:
Trier Tourismus und Marketing GmbH
Tel.: 0651-97808-0
www.trier-info.de und www.erlebnisfuehrungen.de


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