Justiz

Totschlagsversuch im Asylbewerberheim

Wegen einer lebensgefährlichen Messerattacke in einer Asylbewerberunterkunft in Schwalbach muss sich  ein 27-Jähriger vor dem Landgericht Frankfurt verantworten.

Die Anklage legt dem Afghanen zur Last, im August 2018 in der Einrichtung einen 23 Jahre alten Mitbewohner mehrfach in den Bauch gestochen zu haben. Die Staatsanwaltschaft bewertet das als versuchten Totschlag. Der Anlass soll denkbar nichtig gewesen sein: Offenbar stellte das Opfer die Schuhe des Angeklagten beim Aufräumen an einen falschen Platz. AZ 3290 Js 224409/19

Vor Gericht gab der Angeklagte an, sich an nichts mehr erinnern zu können. Er habe am Tattag stark dem Alkohol zugesprochen. Mit seinen Trinkgewohnheiten hängt offenbar auch der zweite Anklagevorwurf zusammen. Während eines Grillfestes am Mainufer in Frankfurt-Höchst soll er im Juni vergangenen Jahres einen Landsmann mit dem Messer angegriffen haben. Auch an diesen Vorfall will er sich nicht mehr erinnern können. In dem bislang bis Mitte Juli vorausterminierten Prozess soll auch ein psychiatrischer Sachverständiger zu Wort kommen. (dpa)

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