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Tochter heimlich im Bad gefilmt

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49-Jähriger bestreitet böse Absicht / Kinderpornos auf PC

Hochtaunus - Vor dem Bad Homburger Amtsgericht hat der Prozess gegen einen 49-jährigen Usinger begonnen, dem die Staatsanwaltschaft, vorwirft, jugendpornografische Videos angefertigt zu haben. Der Prozess wurde vertagt, da Beweismittel genauer geprüft werden sollen.

Der Angeklagte soll seine damals minderjährige Tochter im Badezimmer gefilmt haben. Die Videos zeigen das Mädchen in der Dusche und beim Toilettengang. Angefertigt wurden die Dateien mit einem USB-Stick mit Kamerafunktion, den der Mann an verschiedenen Stellen versteckt und entsprechend ausgerichtet haben soll.

Der Mann bestreitet nicht, dass er den Stick eingesetzt hat, will aber keine Ahnung von der Strafbarkeit seines Tuns gehabt haben.

Er habe wissen wollen, wer sein Shampoo und Rasierschaum nutze. Nie sei es ihm darum gegangen, seine Tochter nackt zu filmen, gespeichert habe er die Daten auch nicht.

Daran hat jedoch der Sachverständige Zweifel, da Daten auf dem PC gefunden wurden. Seine Erklärung ließ bei Richter und Staatsanwältin Zweifel zurück: Man habe den Computer gebraucht gekauft, vielleicht seien die Bilder ja schon drauf gewesen, er jedenfalls habe sie auf keinen Fall heruntergeladen. Die als Zeugin geladene, inzwischen volljährige Tochter machte von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch, hatte aber damals den ganzen Prozess in Gang gebracht, da sie den Stick entdeckte.

Eine Sachverständige soll sich nun den Stick vornehmen und ihn auf diese Aufnahmepraxis hin untersuchen.

Dem Anwalt ist das sehr wichtig, da der Eindruck entstehen könne, sein Mandant sei pädophil, was aber nicht der Fall sei. Der nächste Verhandlungstag steht noch nicht fest.

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