+
Don (Mahershala Ali) und Lip (Viggo Mortensen) freunden sich an.

FR Preview

Tickets für „Green Book“ zu gewinnen

  • schließen

FR-Leser können vor Kinostart bereits den Golden-Globe-Gewinner-Film sehen. Erst vor wenigen Tagen hat Green Book gleich dreimal bei den Golden Globes als Überraschungssieger abgeräumt

Chauffeur Tony Lip erhält in New York einen ungewöhnlichen Reiseführer. Der Titel: „Negro Motorist Green Book“. Darin gelistet sind die Läden, Restaurants und Hotels, in denen schwarze Kunden in den Südstaaten überhaupt willkommen sind. Es ist ein dünnes Heftchen, anno 1962. Erst ein Jahr später wird Martin Luther King zum Marsch nach Washington aufrufen. Der Italo-Amerikaner Lip (Viggo Mortensen) ist ein Mann aus der Arbeiterklasse, der sich mit Gelegenheitsjobs durchschlägt. Jetzt soll er eben den talentierten schwarzen Pianisten Dr. Don Shirley (Mahershala Ali) auf seine Konzert-Tournee von New York bis in die Südstaaten fahren. Keine einfache Reise, aber eine, die beiden als Freunde in einer Zeit von Gewalt und Rassentrennung rausgehen lässt.

Der bereits vielfach ausgezeichnete Hollywoodstreifen „Green Book - Eine besondere Freundschaft“ ist bereits der dritte Film, der bei der „FR-Preview“-Reihe zusammen mit dem Cinema vor seinem offiziellen Kinostart gezeigt wird. 100 x 2 Tickets gibt für die Vorstellung am 28. Januar um 20 Uhr zu gewinnen.

Erst vor wenigen Tagen hat „Green Book“ gleich dreimal bei den Golden Globes als Überraschungssieger abgeräumt. In den Kategorien: bester Film, bester Nebendarsteller (Mahershala Ali) und bestes Drehbuch.

„,Green Book‘ gilt auch als ein großer Oscar-Favorit“, erzählt Christopher Bausch, Geschäftsführer des Cinema am Roßmarkt und des Harmonie-Kinos in Sachsenhausen. „Ich habe zudem ,Green Book‘ für die FR- Preview ausgewählt, weil das Thema Rassismus nicht nur in den USA, sondern auch hier leider brandaktuell ist.“ Der Film selbst erzähle von einer Zeit, in der Schwarze zwar gut genug gewesen seien, um Weiße als Musiker zu unterhalten, aber nicht mit ihnen im gleichen Hotel übernachten durften.

Das Negro Motorist Green Book gab es bis 1966 - und auch die Protagonisten sind nicht fiktiv. Nick Vallelonga, der älteste Sohn von Tony Lip, wuchs mit der Geschichte über die Reise seines Vaters mit Don Shirley auf. Diese Reise habe seinen Vater erstmals mit eigenen Augen sehen lassen, wie schlimm Afroamerikaner in den Südstaaten behandelt wurden.

Mahershala Ali, der einen Oscar als bester Nebendarsteller für Moonlight erhielt, spielt Don Shirley. Er sagt: „Shirley war enorm gebildet und kultiviert, er lebte in Russland, wo er auch ausgebildet wurde, und in London. Weil er Afroamerikaner war, tat er sich schwer, in der Welt der klassischen Musik wirklich akzeptiert zu werden.“ Zudem betont er, dass es das Gleichgewicht aus Humor und echtem Drama sei, was den Film unglaublich authentisch wirken lasse.

Cinema-Geschäftsführer Bausch erinnert die Freundschaft der zwei Männer zweier unterschiedlicher Bildungsgrade an die französische Komödie „Ziemlich beste Freunde“. „Lip verteidigt seinen Freund auf der Reise gegen Rassisten nicht aus einer politischen Motivation heraus, sondern einfach, weil er sein Freund ist.“ Nach mehr als 50 Jahren Freundschaft starben die beiden Freunde Tony Vallelonga und Don Shirley im Jahr 2013 im Abstand von nur drei Monaten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare