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Verkehr in Frankfurt

Tempo 30 rund um die Zeil

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Der Magistrat will einen verkehrsberuhigtem Geschäftsbereich in der Frankfurter Innenstadt errichten. Vorbild sind die Kaiserstraße und die Friedensstraße.

In einem großflächigen Gebiet rund um die Frankfurter Zeil soll sich die Verkehrssituation für Fußgänger und Radfahrer, Autofahrer und Lieferanten gravierend ändern. Der Magistrat beabsichtigt, weite Teile der Innenstadt zu einem verkehrsberuhigten Geschäftsbereich zu machen. Das bedeutet: Fahrzeuge dürfen höchstens Tempo 30 fahren. Es soll weniger Ampeln und Zebrastreifen geben, dafür mehr Kreisel. Generell gilt die Vorfahrtsregel Rechts-vor-links.

Der Magistrat hat einen entsprechenden Antrag der schwarz-rot-grünen Regierungskoalition geprüft und ist zu einem wohlwollenden Ergebnis gekommen. „Die Einrichtung eines verkehrsberuhigten Geschäftsbereichs in der Innenstadt ist möglich“, heißt es. Das Gebiet liegt zwischen Berliner Straße (Süden), Hochstraße (Norden), Neue Mainzer Straße (Westen) und Kurt-Schumacher-Straße (Osten). „Es ist eine Absichtserklärung des Magistrats“, sagte Thomas Erhart, Referent von Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD). Einen solchen verkehrsberuhigten Geschäftsbereich gibt es schon: auf der Kaiserstraße / Friedensstraße. Dort hatte die Stadt im Jahr 2016 Ampeln am Kaiserplatz abmontiert und Parkzonen für Lieferfahrzeuge ausgewiesen. Es gelten Rechts-vor-links und Tempo 30.

In der City könnten die Ampeln an den Kreuzungen der Stephanstraße zur Brönnerstraße, Schäfergasse und Stiftstraße außer Betrieb genommen werden, heißt es. An der Kreuzung zur Stephanstraße/Stiftstraße sei ein Kreisel vorgesehen, analog zum Kreisel an der Stephanstraße/Alte Gasse, führte Erhart aus.

Zebrastreifen sind in einem verkehrsberuhigten Geschäftsbereich laut Straßenverkehrsordnung (StVO) nicht nötig; vom Autoverkehr getrennte Radwege oder Radverkehrsstreifen sind laut StVO nicht zulässig. Wie mit den vorhandenen Fußgängerüberwegen und Fahrradstreifen umzugehen sei, werde geprüft.

Der Lieferverkehr soll vom verkehrsberuhigten Geschäftsbereich besonders profitieren. Wie schon der Kaiserstraße und Friedensstraße sind ausgewiesene Lieferzonen vorgesehen; dort soll ein absolutes Halteverbot gelten, mit der Ausnahme „Lieferverkehr frei“. In welchen Gebieten Lieferzonen entstehen sollen, will die Stadt nun im Dialog mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt ermitteln. Derzeit würden in den IHK-Gremien die fachlichen Argumente ausgetauscht, sagte IHK-Sprecherin Anne Waldeck.

„Kurzfristig entsteht der verkehrsberuhigte Geschäftsbereich aber nicht“, erklärte Erhart. Er nannte einen Zeitraum bis 2020 für Planung und Bereitstellung von Geld im Stadt-Haushalt.

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