1. Startseite
  2. Rhein-Main

Teilhabe durch Recycling

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Werkstätten kooperieren seit zehn Jahren mit Rhein-Main-Deponie

oberursel - Fördernd und fordernd in die Zukunft: Unter dieser Überschrift haben die Oberurseler Werkstätten und die RMD Rhein-Main GmbH ihre seit zehn Jahren bestehende Kooperation am Standort Brandholz gefeiert. Was als Idee begann, sei heute eine feste Einheit, die zur Deponie Brandholz gehöre wie die Trommel zur Waschmaschine, heißt es einer Mitteilung. Die sei es auch, die neben anderen Geräten vom Team der Werkstätten zerlegt werde, so dass die Einzelteile an weiterverarbeitende Recyclingbetriebe verkauft werden könnten.

Täglich helfen etwa zehn Mitarbeitende aus Oberursel gemeinsam mit Betreuer Uwe Nelz von 8 bis 15 Uhr bei der Zerlegung des Elektroschrotts mit. Die Zerlegung von Hand garantiere größtmögliche Reinheit der wiedergewonnenen Rohstoffe. Verbaute Komponenten werden gelöst, abgeschraubt und nach ihren Ausgangsstoffen getrennt. So werde eine nachhaltige und ökologische Weiterverarbeitung gewährleistet und möglichst viel recycelt. Das wiederum senke den Bedarf an fossilen Rohstoffen.

Thomas Klinkig, Standortleiter der Deponie Brandholz, lobte neben der nachhaltigen Verwertung der Elektroaltgeräte und den Verzicht auf lange Transportwege vor allem die Art der Zusammenarbeit: „Die Mitarbeitenden werden gemäß ihrer Fähigkeiten gezielt in den Wertschöpfungsprozess eingebunden.“

Deutlich würde, dass es hier nicht um eine technologisierte Behandlung von Massenströmen gehe, sondern um eine handwerkliche Grob- und Feinzerlegung, die „mit besonderer Akribie, Hingabe und auch Stolz der Mitarbeitenden der Oberurseler Werkstätten durchgeführt wird“.

Marcel Jost und Martin Rockel, zwei der Mitarbeitenden, kommentierten ihre Arbeit mit: „Ob Waschmaschine oder PC, mir macht das alles Spaß!“ und „Die Deponie ist voll mein Ding, ich bin froh, dass ich hier arbeiten kann.“ red

Auch interessant

Kommentare