1. Startseite
  2. Rhein-Main

Tatort Frankfurt

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Thomas Stillbauer

Kommentare

Margarita Broich und Wolfram Koch, das Frankfurter Tatort-Team. Beide sind für  den Fernsehpreis nominiert.
Margarita Broich und Wolfram Koch, das Frankfurter Tatort-Team. Beide sind für den Fernsehpreis nominiert. © Christoph Boeckheler

Krimistars wie Wolfram Koch dominieren die Vorauswahl zum Hessischen Filmpreis. Klaus Maria Brandauer wird den Ehrenpreis des Ministerpräsidenten erhalten.

In drei Wochen wird’s festlich – dann feiert die hessische Filmszene wieder sich selbst und ihre Prominenten. Ein ganz Großer, wenn auch kein Hesse, steht schon als Stargast fest: Klaus Maria Brandauer erhält den Ehrenpreis des Ministerpräsidenten, und er werde auch persönlich nach Frankfurt kommen, verspricht Kulturminister Boris Rhein (CDU) launig: „Wir haben einen Gewährsmann.“ Außerdem sind berühmte Leute wie Heino Ferch, Dani Levy und Manfred Zapatka dabei, wenn am 21. Oktober in der Alten Oper die Hessischen Film- und Kinopreise verliehen werden.

Als Moderator wird Jochen Schropp durch den Abend führen – solo und nicht, wie in früheren Jahren, im Duett. Da gab es für den Geschmack so mancher Zuschauer zu viel Raum für die Präsentatoren und zu wenig für die Dankesreden der Geehrten. Letztere sollen aber auch diesmal nicht allzu üppig ausfallen. „Man braucht den emotionalen Moment“, sagt Christel Schmidt vom Hessischen Rundfunk, die der Jury für den Fernsehpreis vorsitzt, „aber nicht zu viel davon.“

Wer die stärksten Emotionen haben wird, ist noch geheim. Große Hoffnungen dürfen sich jene drei Damen und drei Herren machen, die die Jury als beste Schauspieler nominiert hat. Das sind Barbara Philipp für ihre Rolle im Tatort an der Seite von Ulrich Tukur, Nicolette Krebitz („Freundinnen – Comeback der Träume“) und Margarita Broich für gleich zwei Rollen. „Unglaublich wandlungsfähig“, lobt Schmidt etwa Broich und schwärmt auch von Philipp: „Sie lässt die anderen leuchten.“

Überraschungen und „Entdeckungen im Bekannten“ dominierten auch bei den männlichen Kandidaten die Vorauswahl der Jury. Da ist es nun Broichs Tatort-Kollege Wolfram Koch, der seinerseits für zwei Rollen in die engere Auswahl kam. Seine Konkurrenten sind Heino Ferch für seine Darstellung eines Frauenhelden „mit richtig viel Haar auf dem Kopf in dem Film“ und Nicholas Ofczarek als Bösewicht wiederum in einem Tatort. „Wir hatten echt Angst“, gesteht Christel Schmidt über Ofczareks Wirkung.

Prämiert werden erlesene Kino- und Fernsehfilme, Dokus, Drehbücher – was das Herz des Filmfreunds begehrt. Hans Joachim Mendig, der Juryvorsitzende und Chef der Filmförderung, berichtet von aufregenden Vorjurysitzungen. Allein drei Tage habe man im Orfeo-Kino verbracht, „gekämpft und gerungen“, bis die Kandidaten erwählt waren.

Boris Rhein hob Film als „zentrales Thema“ in Hessen hervor, das international auf sich aufmerksam macht: Jüngst weilte er zur „Hessen Film Night“ im chinesischen Schanghai und zeigte mit Regisseur Giulio Ricciarelli dessen Film „Im Labyrinth des Schweigens“ über die Frankfurter Auschwitzprozesse. Ein großer Erfolg, sagt Rhein: „Faszinierend, wie viele Fragen und intensive Diskussionen unser Film dort ausgelöst hat. Wir waren sehr stolz.“

Auch interessant

Kommentare