+
Justizia. (Symbolbild)

Das bringt der Tag

Frühchen vergiftet - Prozess gegen Krankenschwester in Marburg

  • schließen

+++ S-Bahn-Verkehr wegen Weichenstörung behindert +++ Tödlicher Unfall im Landkreis Fulda +++ Das bringt der Tag in Hessen.

Marburg: Prozess gegen Krankenschwestern

Heute beginnen bzw. enden in Hessen wieder spektakuläre Strafprozesse.  So beginnt heute Morgen vor dem Marburger Landgericht um 9 Uhr das Verfahren gegen eine Krankenschwester, die mehreren Frühchen unerlaubt Medikamente verabreicht und sie dadurch in höchste Gefahr gebracht haben soll. Die Frau muss sich wegen versuchten Mordes sowie gefährlicher Körperverletzung und Misshandlung von Schutzbefohlenen verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft der damaligen Mitarbeiterin der Marburger Uni-Klinik vor, zwischen Dezember 2015 und Februar 2016 drei Frühchen Arzneimittel gegeben zu haben, die nicht auf dem Behandlungsplan standen. Zwei Kinder überlebten, das dritte starb später, den Ermittlungen zufolge allerdings aufgrund einer anderen Ursache. Einem der Kinder soll es durch die Medikamente so schlecht gegangen sein, dass Wiederbelebungsmaßnahmen nötig gewesen seien, teilte das Landgericht mit. Der Prozess wird sich ziehen: Die Sechste Kammer plant bislang rund 70 Verhandlungstage bis Februar 2020.

Hanau: Urteil im Prozess um zerstückelte Leiche erwartet

Im Prozess gegen eine Frau, die ihren Partner getötet und zerstückelt haben soll, wird heute das Urteil erwartet. Das Landgericht Hanau will nach fast zweimonatiger Verhandlung seine Entscheidung in dem Aufsehen erregenden Fall verkünden. Im Mittelpunkt des Prozesses stand die Frage, ob die Angeklagte aus Notwehr handelte. Die 35-Jährige soll im Juni 2018 ihren 47 Jahre alten Lebensgefährten in der gemeinsamen Wohnung in Steinau an der Straße (Main-Kinzig-Kreis) mit 31 Messerstichen umgebracht und danach seine Leiche mit einer Elektro-Motorsäge in sechs Teile zerlegt haben. Die Frau räumte die Bluttat ein, will diese aber aus Notwehr begangen haben. Der 47-Jährige habe sie wie im Wahn angegriffen und heftig gewürgt. Die Angeklagte informierte die Polizei mehrere Tage nach der Attacke über die Tat per Brief. Die Verhandlung beginnt um 14 Uhr.

Frankfurt: Prozess um Messerattacke nach Streit beginnt

Ein 29-jähriger Mann muss sich heute vor dem Landgericht Frankfurt verantworten, weil er im Streit um Mietnebenkosten einen Mitbewohner mit einem Messer lebensgefährlich verletzt hat. Die Anklage legt dem Pakistaner versuchten Totschlag zur Last. Zur Tat kam es im April vergangenen Jahres in der gemeinsamen Wohnung in Eppstein. Als sich der Mitbewohner offenbar weigerte, die geforderten 600 Euro zu zahlen, stach ihm der Angeklagte laut Anklage in den Oberkörper. Dabei wurde die Brustschlagader getroffen. Das Opfer konnte durch eine Notoperation gerettet werden. Die Verhandlung beginnt um 9.30 Uhr.

Frankfurt: S-Bahn-Verkehr wegen Weichenstörung behindert

Auch heute Morgen läuft im S-Bahn-Verkehr nicht alles glatt. Auf den S-Bahn-Linien S1, S8 und S9 kommt es seit 5 Uhr wegen einer Weichenstörung in Wiesbaden zu Verspätungen, meldet der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV). Auf der Linie RB21 kommt es zu Zugausfällen

Landkreis Fulda: Mann prallt gegen Baum und stirbt

Bei einem schweren Unfall zwischen Hosenfeld und Sieberzmühle ist heute Morgen ein Autofahrer so schwer verletzt worden, dass er noch an der Unfallstelle starb.  Wie die Polizei mitteilte, kam der Mann nach derzeitigem Ermittlungsstand gegen 5.30 Uhr aus bisher ungeklärten Gründen auf der Landesstraße 3079 von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Er wurde dabei im Wrack seines Fahrzeugs eingeklemmt. 

Frankfurt: Podiumsdiskussion zum Thema Arisierungen

Mit einer auf drei Jahre angelegten Studie will die Stadt Frankfurt ihre Rolle bei der Enteignung jüdischer Grundstücke und Immobilien während der NS-Zeit erforschen. Zu diesem Thema bietet das Haus am Dom, Domplatz 3, heute Abend von 19.30 Uhr bis 21.30 Uhr eine Podiumsdiskussion an. Die Veranstaltung ist mit dem Titel „Arisierungen und die Rolle der Stadt Frankfurt - Stand und Perspektiven der Forschung überschrieben. Auf dem Podium sitzen Heike Drummer vom Jüdischen Museum, Jan Gerchow vom Historischen Museum, Thomas Bauer vom Institut für Stadtgeschichte, Julius Reinsberg aus dem Kulturdezernat, Stadthistoriker Dieter Wesp und der Autor Armin H. Flesch. Moderieren wird Rachel Heuberber von der Goethe-Universität. Der Eintritt ist frei.

Messel: Autofahrer bei Unfall auf Kreuzung verletzt

Bei einem Verkehrsunfall in Messel (Landkreis Darmstadt-Dieburg) ist gestern Abend ein 50-jähriger Autofahrer verletzt worden. Wie die Polizei weiter mitteilte, stießen an der Kreuzung der Landesstraßen L3094/3317 gegen 20.25 Uhr zwei Wagen mit voller Wucht zusammen. Der andere Fahrer, ein 40-Jähriger, blieb unverletzt. Die beiden Autos mussten abgeschleppt werden.

Hessen: Grippe bisher keine große Bedrohung

Die Grippewelle in Hessen nimmt nur langsam an Fahrt auf. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) gestern in Berlin mitteilte, kamen in der vierten Kalenderwoche kaum mehr Patienten mit entsprechenden Symptomen in die Arztpraxen als außerhalb der Grippesaison. Der Praxisindex der akuten Atemwegserkrankungen (ARE) bewege sich damit im moderat erhöhten Bereich. In den vergangenen beiden Jahren begann die Saison in der dritten Kalenderwoche, 2018 erreichte sie in der neunten ihren Höhepunkt.

Hessen: Neues vom Arbeitsmarkt

In Hessen gibt es weiterhin eine hohe Nachfrage nach Arbeitskräften. Vor den für heute erwarteten Arbeitsmarktzahlen hat die Arbeitsagentur berichtet, dass der Bewerbermarkt in einigen Branchen fast leergefegt sei. Die Betriebe müssten mehr Zeit einrechnen, um neue Kräfte zu finden, erklärte der Chef der Regionaldirektion Hessen, Frank Martin, in Frankfurt. Neben den bereits bekannten Mangelberufen in der Pflege und in technischen Berufsfeldern seien handwerkliche Bauberufe wie beispielsweise Fliesenleger oder Parkettverleger schwer zu finden. Auch mangle es an Berufskraftfahrern. (mit dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare