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Tagesmütter müssen warten

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Satzung ohne Lohnerhöhungen

bad homburg - Butter wird durch Frischkäse ersetzt. „Das ist billiger“, sagt eine der Tagesmütter, die am Donnerstagabend mit Mütze und Demonstrationsschild vorm Kirdorfer Bürgerhaus steht. Ihr Wohnzimmer aber muss sie heizen, wenn sie täglich ihre fünf Schützlinge aufnimmt - auch wenn das Heizen wegen der Energiekrise viel teurer geworden ist.

Diese Kostensteigerungen finden sich in der neuen Kindertagespflege-Satzung nicht wieder; deshalb haben die Tagesmütter in der Stadtverordnetensitzung Protestplakate präsentiert. Doch die vom Magistrat eingebrachte Satzungsänderung wurde gegen die Stimmen von FDP und BLB mehrheitlich beschlossen.

Erik Plumpe (FDP) hatte beantragt, dass erst noch einmal im Jugendausschuss (JSI) diskutiert wird. „Der Brandbrief der Tagesmütter zeigt, dass noch großer Änderungsbedarf besteht.“ Sozialdezernentin Lucia Lewalter-Schoor (SPD) erläuterte die Verbesserungen der Satzungsänderung. Überall würden die freiwilligen Leistungen um 25 Prozent gekürzt, da könnten die Tagesmütter nicht mehr bekommen. Man tue ihnen auch keinen Gefallen, das Papier jetzt nicht zu beschließen, sonst werde das bis weit ins nächste Jahr nichts.

Im JSI wird am kommenden Dienstag (Beginn: 18.30 Uhr im Rathaus, Zimmer 133) noch einmal über die Bezahlung geredet. Die Tagesmütter kritisieren, die Stadt habe sie nicht mit einbezogen. Die Gruppe habe von der Satzungsänderung nichts gewusst, die Satzung zufällig auf der Stadt-Homepage gefunden, daher komme die Kritik so spät. „Die Änderungen bringen uns keine Vorteile.“ Die Regelungen zum Kindeswohl etwa würden jetzt schon umgesetzt. ahi

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