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Suhrkamp beschenkt Goethe-Uni

Ab 2010 spendet der Verlag zehn Jahre lang alle Neuerscheinungen

Von Patrick Kremers

In den nächsten zehn Jahren wird alles beim Alten bleiben, und dementsprechend groß ist die Freude in der Universitätsbibliothek der Goethe-Universität. "Der Bestand unserer Bibliothek wird weiterhin lückenlos bleiben", sagt Klaus Junkes-Kirchen. Anlass für die Freude ist ein Schreiben des Suhrkamp-Verlags, der Ende des Jahres von Frankfurt nach Berlin ziehen wird. Bis 2020 werde der Verlag alle Neuerscheinungen an die Bibliothek spenden. "Aus Verbundenheit der Verlage Suhrkamp und Insel mit der Goethe-Universität", wie es in dem Schreiben heißt.

Der Suhrkamp-Verlag hat derzeit noch seinen Sitz in Frankfurt und ist deshalb per Gesetz verpflichtet, ein Exemplar jeder Neuerscheinung an die Universitätsbibliothek zu geben. Das gilt für alle etwa 3000 Verlage und Verleger, die ihren Sitz in Frankfurt haben. "Mit dem Wegzug von Suhrkamp wären uns diese Exemplare weggebrochen oder wir hätten sie für viel Geld erwerben müssen", erklärt Junkes-Kirchen. Allein im letzten Jahr erschienen im Suhrkamp mehr als 3000 Titel. Für die nächsten zehn Jahre muss sich die Bibliothek um Nachschub also keine Sorgen mehr machen.

Gleichzeitig ist die Universitätsbibliothek aber auch ein so genanntes Sondersammelgebiet für den Fachbereich Germanistik. Alle relevanten Werke, die in diesem Fachbereich erscheinen, müssen mit mindestens einem Exemplar in der Unibibliothek stehen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass alle wichtigen Werke mindestens an einem Ort in Deutschland ausleihbar sind. "In unserem Fall ist das immer sehr praktisch gewesen", sagt Junkes-Kirchen. Denn im Suhrkamp-Verlag erscheinen viele Autoren, die für den Fachbereich Germanistik wichtig sind.

Um einen Teil des Umzugs zu finanzieren, möchte der Suhrkamp-Verlag sein Archiv verkaufen. Sowohl die Goethe-Universität als auch das Literaturarchiv Marbach haben Interesse geäußert. Wer den Zuschlag für das Archiv bekommt, ist nach wie vor unklar. Zur Zeit befindet es sich noch an der Goethe-Universität.

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