Hattersheim

Südring in Hattersheim wird komplett saniert

  • schließen

Die Kosten liegen bei 5,5 Millionen Euro. Weil die Straßenbeiträge abgeschafft werden sollen, müssen die Anwohner wohl nichts bezahlen

Es ist eine sehr holprige Fahrt zwischen Hessendamm und Frankfurter Straße. Der rund einen Kilometer lange Südring ist übersät von Schlaglöchern, die über Jahrzehnte hinweg nur notdürftig ausgebessert wurden. Jetzt soll die in den 1970er Jahren gebaute Straße von Grund auf saniert werden. Voraussichtlich Ende April werden die Bauarbeiten beginnen und insgesamt mehr als zwei Jahre dauern. 5,5 Millionen Euro gibt die Stadt dafür aus. Wenn alles gut läuft, werden die Anwohner nicht zur Kasse gebeten.

„Wir wollen die Straßenbeiträge in Hattersheim abschaffen“, erläuterte Bürgermeister Klaus Schindling (CDU) gestern vor Journalisten. Die Haus- und Wohnungseigentümer am Südring wären demnach die ersten in der Stadt, die sich nicht an der Erneuerung der Straße vor ihrer Haustür beteiligen und ordentlich Geld hinblättern müssen. Er wolle noch nichts versprechen, sagte Schindling. „Aber die Haushaltsprognose sieht aufgrund von Mehreinnahmen bei Gewerbe- und Einkommenssteuer gut aus.“

In sieben Bauabschnitten wird der Südring saniert, dabei wird der gesamte Unterbau der Straße erneuert. Die Schotterschicht sei im Laufe der Jahre vor allem durch die Witterung arg in Mitleidenschaft gezogen worden, berichtete Stadtwerke-Betriebsleiter Peter Dengel. Durch Frost im Winter und Hitze im Sommer hebe und senke sich die Straße. Schlaglöcher entstünden, die auf Dauer mit einer Kaltbitumenmischung alleine nicht repariert werden könnten. Deshalb wird jetzt der Untergrund komplett erneuert, ehe die Fahrbahndecke neu aufgetragen wird. Davor werden noch Kanalrohre und Wasserleitungen ausgetauscht. Energieversorger sowie Telekommunikationsunternehmen wollen ebenfalls Leitungen erneuern. Für die Zeit der Bauarbeiten wird der Durchgangsverkehr weiträumig umgeleitet. Die rund 1500 Menschen, die entlang des Südrings wohnen, sollen stets zu ihren Grundstücken fahren können, Parkplätze vor der Haustür wird es während der Bauarbeiten allerdings kaum geben.

Nach Abschluss der Straßensanierung wird auf dem Südring weiterhin Tempo 30 gelten. Die Blitzanlage auf halber Strecke bleibe stehen, kündigte Schindling an. Damit weniger Lastwagen als bisher durch das Wohngebiet fahren, will der Bürgermeister an den beiden Endpunkten des Südrings Kamerakontrollen einrichten, die den Schwerverkehr aufzeichnen. Lkw-Fahrer, die den Südring als Abkürzung durch die Stadt nutzen und nicht Anlieger im Gewerbegebiet Süd sind, müssen mit saftigen Strafen rechnen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare