Wirtschaft

K+S sucht Käufer

Der Dünger- und Salzkonzern K+S will noch in diesem Jahr einen Käufer für sein amerikanisches Salzgeschäft finden.

Potenzielle Investoren seien bereits angesprochen und die Reaktionen bestätigten ein hohes Interesse, sagte Konzernchef Burkhard Lohr am Mittwoch auf der Online-Hauptversammlung in Kassel. Der Manager hält an dem Ziel fest, noch 2020 zu einer schriftlichen Verkaufsvereinbarung zu kommen. „Mit einem Abschluss der Transaktion und einer Kaufpreiszahlung sollte aber nicht vor 2021 gerechnet werden.“ K+S will aufgrund seiner Verschuldung von zuletzt mehr als drei Milliarden Euro das amerikanische Salzgeschäft verkaufen.

Gleichzeitig sind die Entsorgungsprobleme größer geworden: K+S hatte im April erklärt, die mit der Politik vereinbarte Absenkung der Salz-Werte in Werra und Weser nicht einhalten zu können. Die Entsorgung von Salzabwässern ist maßgeblich für die Produktion im hessisch-thüringischen Kalirevier. Trotzdem seien keine abwasserbedingten Produktionsstopps im Werk Werra mehr zu erwarten - „auch dann nicht, wenn die Sommer so trocken bleiben sollten wie in den Vorjahren“, sagte Lohr. Infolge verbesserter Produktionsabläufe fielen weniger flüssige Rückstände an. Zusätzlich habe man dank eines unterirdischen Zwischenspeichers die Speichermöglichkeiten auf eine Million Kubikmeter erhöht.

K+S beschäftigte weltweit zuletzt etwa 14 700 Menschen. Im hessisch-thüringischen Kalirevier hängen 5300 direkte Arbeitsplätze an dem Unternehmen. (dpa)

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