Mondlandung

Ein Stück Hessen auf dem Mond

Vor 50 Jahren wurde auch ein Laserreflektor aufgestellt, der in Hessen gefertigt worden war.

Bei der ersten Mondlandung vor 50 Jahren hat die Apollo-11-Besatzung nicht nur die US-Flagge, sondern auch einen Laserreflektor aufgestellt. Der Spiegel erfüllt auch heute noch seinen Zweck, die Entfernung zwischen Erde und Mond genauestens zu bestimmen. Gefertigt wurde das koffergroße Gerät mit einem speziellen Werkstoff aus Hessen. Das Quarzglas musste äußerst robust und rein sein, um die feindlichen Umweltbedingungen auf dem Mond mit der enormen Strahlenbelastung und den großen Temperaturschwankungen zu überstehen - eine Spezialität des Hanauer Familienunternehmens Heraeus.

Das vor 50 Jahre begonnene Experiment ist für die Wissenschaft kein alter Hut, sondern nötigt auch heute noch Forschern Respekt ab. "Durch den Retroreflektor verstehen wir die Evolution der Mondbahn heute so genau, dass wir sie fast bis zur Erstehung des Mondes zurückrechnen können", erklärt der Mondexperte der Europäischen Raumfahrtagentur ESA, Markus Landgraf. Die Messung sei für die Wissenschaft wichtig, weil sie so genau sei. Dies erlaube es, die Konzepte moderner Physik zu untersuchen. (dpa)

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