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Die Montessori-Kita der nanuS gGmbH ist in einem Bürogebäude in Langen-Neurott untergebracht. Foto: Montessori Kinderhaus
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Die Montessori-Kita der nanuS gGmbH ist in einem Bürogebäude in Langen-Neurott untergebracht.

Langen

Streit über Kita-Erweiterung in Langen

  • Annette Schlegl
    VonAnnette Schlegl
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Die Langener Politik beanstandet das Finanzierungsmodell für die Erweiterung des Montessori-Kinderhauses. Die Eltern sind sauer, weil damit 37 Betreuungsplätze auf dem Spiel stehen.

In Langen fehlen derzeit fast 500 Kita-Plätze. Kurzfristig könnten nun 37 Betreuungsplätze durch die Erweiterung des Montessori-Kinderhauses des freien Trägervereins Nanus geschaffen werden, und auch die benötigten Erzieherinnen wären schon da – aber die Politik stellt sich quer. Der Hauptgrund: Das Bürogebäude gehört einer Immobiliengruppe, die sich an den geschätzten Umbau- und Einrichtungskosten von rund 1,3 Millionen Euro lediglich mit gut 36 700 Euro beteiligen will. Das sei unverhältnismäßig, meinten die Ausschussmitglieder.

Die Montessori-Kita ist im Erdgeschoss und ersten Stock des siebengeschossigen Bürokomplexes im Stadtteil Neurott untergebracht. Im ersten Stock sind Büroräume frei geworden, die nach einem Umbau vom Kinderhaus genutzt werden könnten.

Nur die Grünen stimmten im Haupt- und Finanzausschuss am Donnerstagabend für die Beschlussvorlage des Magistrats, knapp 200 000 Euro in diesem Jahr und 1,1 Millionen Euro im Finanzhaushalt 2022 zur Verfügung zu stellen. CDU und Freie Wähler votierten dagegen, SPD und FDP enthielten sich. Das Finanzierungsmodell sei so nicht akzeptabel, meinten die Gegner – auch vor dem Hintergrund, dass es für neue Betreuungsplätze derzeit keine Fördermittel mehr gibt. Den Löwenanteil der Umbaukosten verschlingt dabei eine Außentreppe als zweiter Fluchtweg.

Das Abstimmungsergebnis stieß bei einigen Eltern auf Unverständnis. Der Erste Stadtrat Stefan Löbig (Grüne) hatte nämlich zu Beginn der Sitzung bekanntgegeben, dass es ihm in Gesprächen mit dem Vermieter gelungen sei, die Mietdauer für die Montessori-Kita von zehn auf 25 Jahre zu erhöhen. „Das gibt für 25 Jahre Planungssicherheit“, sagen die Eltern. Auch der ursprünglich geforderte Rückbau der Fläche, die das Kinderhaus nutzt oder nutzen wird, sei vom Tisch; Löbig hatte das ebenfalls mit der Immobiliengruppe ausgehandelt.

Die Eltern sehen es als günstig an, dass der Vermieter seit fünf Jahren 8,50 Euro pro Quadratmeter an Miete verlangt. Genau diesen Betrag weise auch ein vorliegendes Mietangebot für die weiteren Flächen aus. Im Übrigen habe der Fachdienst des Kreises Offenbach die Kosten für die Erweiterung der Kita als „normalen Durchschnitt“ bezeichnet. Langen müsse doch händeringend für jeden Kita-Platz dankbar sein.

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