Gefangene

Straftäter drücken Schulbank  

Tischler, Fleischer, Buchbinder, Bäcker, Maler oder Schneider: Die Möglichkeiten in der Haft einen Beruf zu lernen oder sich Umschulen zu lassen sind zahlreich.

Dutzende Straftäter nutzen in den hessischen Haftanstalten ihre Gefängnisstrafe, um einen neuen Beruf zu lernen oder sich umschulen zu lassen. Verurteilte sollen so nach ihrer Haftentlassung ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern. Stand Januar 2020 nutzten 274 Häftlinge das Angebot für eine Ausbildung oder eine Umschulung, 23 drückten die Schulbank, um einen Hauptschulabschluss nachzuholen. Das geht aus einer Antwort des Justizministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linken hervor (Drucksache 20/1793).

Tischler, Fleischer, Buchbinder, Bäcker, Maler oder Schneider: Die Möglichkeiten in der Haft einen Beruf zu lernen oder sich Umschulen zu lassen sind zahlreich. Dabei würden für den Berufsschulunterricht qualifizierte Lehrkräfte eingesetzt, die auch eine entsprechende Lehrerlaubnis haben. Zudem verfüge jede Haftanstalt, in der ein Schul- oder Berufsabschluss nachgeholt werden kann, über einen Computerraum, in dem auch Unterrichtsprogramme eingesetzt werden können.

In Hessen gibt es nach Angaben des Justizministeriums rund 5800 Haftplätze. Durchschnittlich seien in den Gefängnissen rund 4700 Häftlinge. (dpa)

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