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In dem 1927/1928 errichteten Gebäude tagen manchmal die Stadtverordneten.
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In dem 1927/1928 errichteten Gebäude tagen manchmal die Stadtverordneten.

Hessentag in Bad Vilbel

Straffer Zeitplan für Kurhaus

  • Andreas Groth
    VonAndreas Groth
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Bis zu einem möglichen Hessentag in Bad Vilbel soll das denkmalgeschützte Gebäude umfassend saniert werden. Für die Stadt ist das Projekt von großer Bedeutung.

Die Stadt Bad Vilbel steht am Anfang eines langen Weges, auf dem sie sich kaum Verschnaufpausen gönnen darf. Bis zu einem möglichen Hessentag 2020 in der Quellenstadt, für den sich die Stadtverordneten am Dienstag einstimmig aussprachen, sollen das Kurhaus saniert sowie eine Stadthalle und ein Tagungshotel angebaut werden. Für das Hotel will die Stadt einen Investor suchen. Autos, die heute den benachbarten City-Parkplatz ansteuern, sollen dann in einer Tiefgarage stehen, der Parkplatz soll wieder Kurpark werden.

Damit hat sich die Stadt ein strammes Programm auferlegt. Daraus macht Bad Vilbels Erster Stadtrat und Baudezernent Sebastian Wysocki (CDU) keinen Hehl. „Spätestens im Frühjahr 2018 müsste mit den Bauarbeiten begonnen werden“, sagt Stadtsprecher Yannick Schwander.

Bad Vilbels Stadtverordnete haben nun den ersten Schritt getan und einstimmig beschlossen, den Bebauungsplan „Kurpark West“ aufzustellen. Den braucht es, um das Vorhaben verwirklichen zu können. Für die Stadt ist es von immenser Bedeutung. Schließlich führt die Sanierung und Erweiterung des Kurhauses fort, was vor etwa sechs Jahren mit dem Bau der sogenannten Neuen Mitte am anderen Nidda-Ufer begonnen wurde: ein schmuckes Stadtzentrum zu schaffen.

Einzelne Genossen tun sich bereits mit Anregungen hervor, was manche für verfrüht halten. Der Stadtverordnete Klaus Arabin (SPD) beispielsweise verlas im Stadtparlament einige Anforderungen, denen die Sanierung und Erweiterung des Kurhauses seiner Meinung nach genügen müssten. So dürfe der Stadthallen-Neubau das Kurhaus nicht dominieren. „Es geht mir darum, dass es eine öffentliche Debatte gibt“, sagt er. Im Kurhaus müsse es weiterhin Räume geben, die von Vereinen genutzt werden können.

Schmuckes Zentrum schaffen

Das Bürgerbüro, das im September dort einzog, solle ebenfalls bleiben. Der Haupteingang, das Erdgeschoss und nach Möglichkeit auch das Obergeschoss des Kurhauses seien barrierefrei umzubauen, sagt der SPD-Politiker. Überlegungen hat Arabin auch für das Interieur der Stadthalle angestellt. Ein großer Saal mit Bühne solle Platz für mindestens 600 Menschen bieten, die „Bad Vilbeler gute Stube für Konzerte und Theateraufführungen“. SPD-Fraktionschef Christian Kühl hält einen Architektenwettbewerb für interessant.

Für die Tiefgarage bringt Arabin verschiedene Varianten ins Spiel. In der Ausschreibung könne die Stadt die Alternative vorgeben, diese entweder unter dem geplanten Hotel oder aber unter dem City-Parkplatz zu bauen.

Stadtsprecher Schwander versichert: „2017 werden die Planungen schon auf Hochtouren laufen.“ Beginnen könnten die Bauarbeiten aber erst, wenn das in die Jahre gekommene Hallenbad abgerissen sei. Der Friedrichshafener Unternehmer Josef Wund will der Stadt – zusammen mit einer Erlebnistherme – ein neues Kommunalbad zwischen dem Schulzentrum und der B3 bauen.

Wichtig sei ihm, dass hinterher nicht mehr Beton im Kurpark stehe als vorher, sagt Arabin. Die Stadt sieht das genauso. „Im Geltungsbereich des Bebauungsplans soll es zukünftig mehr Grünfläche als bisher geben“, heißt es aus dem Bauamt. In der CDU herrscht dieselbe Meinung: Es sei gut, dass die Parkplätze unter die Erde kämen und das Areal grüner werde, sagt Andreas Cleve (CDU). Man freue sich über „ausgiebige Diskussionen“ mit den Bürgern. Arabin betrachtet seinen Vorstoß als einen Anfang. Die Zeit drängt bis zum Hessentag 2020.

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