Wirtschaft

Stimmung in hessischer Metall- und Elektrobranche getrübt

Die Corona-Krise drückt die Stimmung in der hessischen Metall- und Elektro-Branche.

43 Prozent der Firmen bezeichneten zuletzt ihre Geschäftslage als schlecht, wie eine Umfrage des Arbeitgeberverbands Hessenmetall zeigt. Daran hatten sich zwischen April und Mai mehr als 100 Mitgliedsunternehmen beteiligt. Neun von zehn Branchenfirmen mussten demnach ihre Produktion einschränken. Im Schnitt erwarteten die Metall- und Elektro-Unternehmen einen Umsatzrückgang von 26 Prozent im laufenden Jahr. Die Lage sei schlecht, sagte Hessenmetall-Hauptgeschäftsführer Dirk Pollert am Mittwoch in Frankfurt.

Wegen der Corona-Krise halten sich die Branchenfirmen mit Investitionen zurück. Der Anteil der Unternehmen, die das Investitionsniveau als zu niedrig beurteilten, habe sich in den vergangenen sechs Monaten verdoppelt, hieß es.

Trotz der Krise rechnen die Metall- und Elektrounternehmen aber nur mit einem leichten Rückgang der Mitarbeiterzahlen bis Herbst. Sie setzen auf Kurzarbeit und nutzen verstärkt flexible Arbeitszeitregelungen. Hessenmetall erwartet jedoch, dass die Corona-Pandemie viele Stellen bei Zeitarbeitern kostet.

Im März waren in der hessischen Metall- und Elektroindustrie 211 800 Menschen beschäftigt. Für die Monate April und Mai mit den stärksten Corona-Einschränkungen liegen Hessenmetall noch keine Zahlen vor. Mehr als 57 Prozent der Branchenfirmen nutzten im Mai Kurzarbeit. (dpa)

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