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Sie habe die letzten Nächte vor der Abgabe fast durchgearbeitet, sagt Siegerin Jasmin Moor aus Gernsheim.
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Sie habe die letzten Nächte vor der Abgabe fast durchgearbeitet, sagt Siegerin Jasmin Moor aus Gernsheim.

Bad Vilbel

Stiftung prämiert Kurhaus-Entwürfe

  • Andreas Groth
    VonAndreas Groth
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Architektur-Studenten aus Darmstadt zeigen, wie sie sich das Vilbeler Kurhaus in Zukunft vorstellen. Der Entwurf einer 23-Jährigen hat am meisten überzeugt.

Ich hab’s doch gesagt“, ruft eine Kommilitonin Jasmin Moor zu und klopft ihr auf die Schulter. Vorher hat Ehrenstadtrat Rüdiger Wiechers (CDU) gratuliert. Die 23-Jährige ist glücklich. Ihr städtebaulicher Entwurf für ein neues Kurhaus samt Stadthalle und Tagungshotel in Bad Vilbel hat den ersten Platz belegt im Wettbewerb, den Wiechers’ Stiftung „Städte für Menschen“ im Frühjahr ausgelobt hatte. 31 Studierende der TU Darmstadt beschäftigten sich in den vergangenen Monaten mit dem geplanten Umbau des 1927 und 1928 errichteten Gebäudes. Kein anderer Entwurf überzeugte die Jury um Lehrstuhlinhaber Wolfgang Lorch aber so wie der von Moor.

Die angehende Architektin stellt sich den künftigen Kurhauskomplex nach Süden hin, wo die Nidda an dem stattlichen Gebäude vorbeifließt, recht offen vor. Auf der Nordseite verbindet sie das denkmalgeschützte Kurhaus durch eine Trinkhalle, wie sie im 19. Jahrhundert für Kurorte typisch war, mit der geplanten Stadthalle. An deren Rückseite hängt eine Freilichtbühne für Musik und Theater, die den Kurpark wieder beleben soll. Ihr sei es gelungen, das Verhältnis von Alt und Neu auszutarieren, sagt Professor Lorch. Das Kurhaus werde bei ihr nicht zur Nebensache. Außerdem zeichne sich der Entwurf durch viele Grünflächen aus. Das deckt sich mit den Plänen der Stadt.

Die sieben besten Arbeiten der Bachelor und Masterstudenten aus Darmstadt sind bis Ende August im Foyer des Rathauses zu sehen. Moors Werk, das Wiechers’ Stiftung mit 1200 Euro prämiert, hängt gleich links im Foyer. Auch die Zweit-, Dritt- und Viertplatzierten durften sich jeweils über mehrere Hundert Euro freuen. Ob einige studentische Ideen in den Plänen der acht Architekten wieder auftauchen werden, die sich am offiziellen Wettbewerb der Stadt beteiligen, bleibt abzuwarten. Man habe sie diesen jedenfalls geschickt, so Stadtrat und Liegenschaftsdezernent Klaus Minkel (CDU).

Bad Vilbel misst dem Kurhaus-Umbau hohe Bedeutung zu. Nach der Fertigstellung der neuen Stadtmitte am Niddaplatz 2013 mit der Stadtbibliothek soll endlich auch das Kurhaus in neuem Glanz erstrahlen. Dies sei die letzte Stelle, wo man städtebaulich etwas machen könne, erklärt Lorch. Bis zum Jahr 2020, für das sich die Stadt um den Hessentag bewerben will, möchte man fertig sein. Im Doppelhaushalt 2017/2018 sind 20 Millionen Euro für die Sanierung und den Umbau des Gebäudes vorgesehen. Neben der Sanierung des Kurhauses und der Erweiterung um eine Stadthalle und ein Tagungshotel soll das Kurmittelhaus, in dem die Stadtbibliothek untergebracht war, abgerissen werden, ebenso das Hallenbad. Der angrenzende Parkplatz wird nach den Plänen der Stadt durch eine Tiefgarage ersetzt.

Wer sich Jasmin Moors Siegerentwurf und die Ideen der anderen Studierenden dazu ansehen möchte, kann dies übrigens nicht nur im Rathaus, sondern bald auch zu Hause auf dem Sofa tun. Die TU will die Entwürfe als Buch herausgeben lassen.

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