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Schon beim Global Marijuana March 2015 forderten Frankfurter: "Legalize it!"

Das bringt der Tag in Hessen und Rhein-Main

Panama Papers werden aufgearbeitet und Frankfurt soll Cannabis erlauben

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+++ Panama Papers in Hessen +++ Prozesse um Münzraub und Mordfall Susanna +++ Frankfurt soll Cannabis erlauben +++ Alles was in Hessen heute wichtig wird +++

Guten Morgen in Frankfurt und Rhein-Main!

Haben Sie eigentlich schon Ihre Steuererklärung gemacht? Ja klar, unangenehmes Thema, tut uns leid. Aber trösten Sie sich: Egal, wie spät Sie ihre Steuererklärung abgeben oder wie falsch Ihre Angaben sind - die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Sie es immer noch um einiges besser gemacht haben als die Kunden der panamaischen Anwaltskanzlei Mossack Fonseca. Mossack Fonseca? Genau, Panama Papers. Steuerhinterziehung in ganz, ganz großem Stil.

Hessen wertet Panama Papers aus

Was das mit Hessen zu tun hat? Nun, zwar wissen wir bis heute nicht genau, wer die mehrere Tausend deutschen Kunden der Offshore-Firma waren. Aber bei der Millionärs- und Milliardärsdichte in einigen Teilen Hessens ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass auch jemand aus heimischen Gefilden dabei war - ganz abgesehen davon, dass auch viele deutsche Banken an den Deals beteiligt waren. Das Land Hessen wertet denn auch gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt und federführend für ganz Deutschland die "Panama Papers" aus. Heute morgen um 10 Uhr will Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) zusammen mit Experten einen Einblick geben, wie die Steuerverwaltung dabei vorgeht. Details sollen bei einem "Werkstattgespräch" in der Oberfinanzdirektion in Frankfurt gezeigt werden.

Goldmünzen im Wert von 30 000 Euro gestohlen - Prozess beginnt

Vier mutmaßliche Bandenmitglieder sollen auf einer Münzmesse auf dem Frankfurter Messegelände Beute gemacht haben. Heute Morgen müssen sich die Angeklagten vor dem Amtsgericht Frankfurt zu verantworten. Das Quartett soll im Oktober 2016 am Messestand eines Münzhändlers mithilfe eines Ablenkungsmanövers Goldmünzen im Wert von rund 30.000 Euro gestohlen haben. Die mutmaßliche Bande soll zuerst ein Durcheinander verursacht haben, indem sie eine Vitrine zu Boden fallen ließ. Während der Händler und seine Ehefrau mit dem Aufräumen beschäftigt waren, sollen die zwischen 34 und 44 Jahre alten Täter die Goldmünzen entwendet haben. Der Prozess soll an einem Verhandlungstag abgeschlossen werden.

Mordfall Susanna:Zweites Verfahren gegen Ali B. wegen Vergewaltigung beginnt

Der mutmaßliche Mörder der Schülerin Susanna, Ali B., soll eine Elfjährige vergewaltigt haben. Das Verfahren war von dem Mordprozess abgetrennt worden. Mitangeklagt ist ein 14-jähriger Jugendlicher, das Landgericht Wiesbaden wird sich daher am ersten Prozesstag mit der Frage befassen, ob die Öffentlichkeit von dem Prozess ausgeschlossen wird. Ein elf Jahre altes Mädchen soll im Frühjahr 2018 in Wiesbaden mehrfach vergewaltigt worden sein, dem irakischen Flüchtling Ali B. werden beide Taten vorgeworfen.

Frankfurt soll Cannabis erlauben

In einem ungewöhnlichen gemeinsamen Vorstoß sprechen sich die Jugendorganisationen von SPD, Grünen und Linken in Frankfurt für die Freigabe von Cannabis aus. Es brauche in der Stadt eine legale Ausgabestelle für Konsumenten ab 18 Jahren. Frankfurt müsse sich zu einer Modellstadt für die kontrollierte Freigabe von Cannabis erklären. Jusos, Grüne Jugend und Linksjugend schließen sich damit einer Forderung des städtischen Drogenreferats an. Nötig sei eine Aufklärungskampagne der Stadt an Schulen zum Thema Cannabis und zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit Drogen.

Frankfurter Hauptbahnhof wird ab nächstem Jahr umgestaltet 

Die B-Ebene des Frankfurter Hauptbahnhofs soll ab dem kommenden Jahr modernisiert werden. Die Bauarbeiten seien bis Ende des Jahres 2024 geplant, teilte die Deutsche Bahn in Frankfurt mit. Die unterirdische Ebene solle freundlicher und übersichtlicher werden, dabei würden auch die Flächen für Geschäfte und Gastronomie neu gestaltet. 

Wetter in Hessen: Es wird kühler und bewölkt - aber trotzdem fehlt Regen

Zwar wird das Wetter wechselhafter, doch die dringend benötigte größere Regenmenge ist bisher nicht in Sicht. "Es bräuchte einen größeren Landregen, doch danach sieht es nicht aus", sagte Hans Helmut Schmitt, Agrarmeteorologe beim Deutschen Wetterdienst (DWD), am Dienstag. Seit Mitte Februar habe sich ein Defizit aufgebaut. Hinzu komme, dass nach der Trockenheit 2018 Reserven fehlten. "Der Januar war nass, doch in den tiefen Bodenschichten ist nichts angekommen." Schon vor Ostern hatten die Behörden vor hoher Waldbrandgefahr gewarnt. (mit dpa/lhe)

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