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Kommentar: Stelle dürfte sich rechnen

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Von: Annette Schlegl

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Die Wahrscheinlichkeit, dass zwei hauptamtliche Kräfte im Magistrat von Neu-Isenburg mit den vielen anstehenden Großaufgaben überlastet sind, ist groß. Ein dritter Mann dürfte sich rechnen. Ein Kommentar.

Das dritte hauptamtliche Magistratsmitglied in Neu-Isenburg ist quasi beschlossen. Der künftige SPD-Bürgermeister Gene Hagelstein kann zwar noch die Dezernate verteilen, aber seine Partei kann nichts gegen einen dritten Dezernenten unternehmen, da sie im Stadtparlament keine Mehrheit hat. Und die Stadtverordneten wählen nun mal die Stadträte.

Fest steht: Wohl kaum eine andere Stadt dieser Größenordnung könnte sich einen dritten Berufspolitiker leisten. Offenbach, mehr als dreimal größer, hat auch nur drei hauptamtliche Magistratsmitglieder. Neu-Isenburg steht als Gewerbesteuerkrösus finanziell gut da – und will zum 1. Januar den Gewerbesteuer-Hebesatz von 345 auf 330 Punkte senken. Das würde pro Jahr drei Millionen Euro weniger in die Kasse spülen.

Da sind doch die gut 570 000 Euro, die ein Zweiter Stadtrat mit der Beamten-Besoldungsstufe B2 für sechs Jahre kosten würde, nur „Peanuts“. 8000 Euro Grundgehalt pro Monat würden ihm zustehen. Wenn er dafür die Stadt vor Fehlinvestitionen bewahrt, ist das Geld gut angelegt. Die Wahrscheinlichkeit, dass zwei hauptamtliche Kräfte mit den vielen anstehenden Großaufgaben überlastet sind, ist jedenfalls groß. Ein dritter Mann an der Spitze dürfte sich rechnen.

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