Immobilien

Steinbach: Grundstückspreise wie in Toplagen

In einem Bieterverfahren sind in Steinbach im Taunus nun erstmals Flächen für 1200 Euro pro Quadratmeter vergeben worden. Weitere Grundstücke könnten folgen.

Es sind Preise, die bis vor kurzem lediglich in den Toplagen der Nachbarstädte aufgerufen wurden. Doch inzwischen hat die Immobilien-Hausse auch Steinbach erreicht. Mehr als 1200 Euro pro Quadratmeter zahlen die neuen Eigentümer von vier Baugrundstücken im Gebiet Taubenzehnter II.

Wie Bürgermeister Steffen Bonk (CDU) auf Anfrage mitgeteilt hat, setzten sie sich in der zweiten Runde des Bieterverfahrens durch, das die Hessische Landgesellschaft (HLG) seit November im Auftrag der Stadt betreibt.

Insgesamt stehen im Neubaugebiet Taubenzehnter II, das sich am Steinbacher Stadtrand in Richtung Eschborn befindet, zwölf Grundstücke mit Flächen zwischen 470 und 525 Quadratmetern zum Verkauf. In der ersten Bieterrunde, die am 13. Dezember zu Ende gegangen ist, war der Zuschlag noch bei durchschnittlich 1100 Euro für den Quadratmeter erfolgt. 47 Interessenten hatten sich beteiligt.

Mit 37 war die Zahl der Bieter in der zweiten Runde zwar etwas niedriger, dafür gingen die Gebote höher. Die Preisspanne für die nun vergebenen Grundstücke bewegt sich nach Angaben von Bürgermeister Bonk exakt zwischen 1225 und 1256 Euro.

„Wir sind sehr zufrieden“, zieht Steinbachs Rathauschef eine Zwischenbilanz. „Das zeigt die Attraktivität des Standorts.“ Das Areal sei zentral gelegen und gut an die Verkehrsachsen angebunden, hatte er schon zu Beginn des Verfahrens geworben. Außerdem sei die Neue Stadtmitte ebenso fußläufig zu erreichen wie die großen Supermärkte, und nicht zuletzt liege die Steinbach-Aue direkt vor der Haustür.

Der Erlös aus dem Bieterverfahren fließt nach Abzug der entstandenen Kosten in die Stadtkasse und soll unter anderem für Großprojekte der Sozialen Stadt eingesetzt werden.

Die erfolgreichen Bieter seien allesamt Privatpersonen, zum Teil aus Steinbach, zum Teil von außerhalb, sagt Bonk. Bauträger und Wohnungsgesellschaften waren von dem Verfahren von vornherein ausgeschlossen.

Um Grundstücksspekulationen und Baulücken zu verhindern, gibt es für die Käufer zudem eine Bauverpflichtung, wonach sie binnen drei Jahren ihr Haus bezugsfertig zu erstellen haben.

Gemäß Bebauungsplan sind im Taubenzehnten II pro Wohngebäude bis zu drei Wohneinheiten mit maximal zwei Vollgeschossen zulässig. Ein Dachausbau ist denkbar, denn die zulässige Gesamthöhe ist auf 9,80 Meter festgesetzt worden, Dacharten sind nicht vorgegeben.

Nun geht das Bieterverfahren in seine dritte und letzte Runde. Auch diesmal stehen wieder vier Grundstücke zur Auswahl. Interessenten können sich bis zum 21. Februar bei der HLG melden. Steffen Bonk ist optimistisch, dass dabei ein ähnliches Ergebnis erzielt werden kann wie in den ersten beiden Runden.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Stadt den Weg eines solchen Verfahrens einschlägt. Bereits bei der Vermarktung des Alten Kronberger Wegs verfolgte man recht erfolgreich diese Strategie. Damals wurden Preise im Schnitt von 870 Euro pro Quadratmeter aufgerufen. Der Spitzenwert lag bei 920 Euro. Insgesamt erzielte man einen Erlös von rund einer Million Euro.

Die Vergabeunterlagenfür das Gebiet Taubenzehnter II stehen im Internet auf der Seite www.hlg.org.

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