Parteifinanzen

FDP steht in Hessen finanziell gut da

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Die Partei überstand die Wahlkämpfe dank unerwartet hoher Spenden besser als erwartet.

Die Wahlkämpfe zur Bundestags- und zur Landtagswahl haben die Parteien viel Geld gekostet. Bei der FDP wurde die Kasse aber nicht so stark geleert wie befürchtet. Das berichtete Landesschatzmeister Matthias Büger am Wochenende beim Parteitag der Freien Demokraten.

Danach hatte er mit Ausgaben von 250 000 Euro für die Bundestagswahl 2017 kalkuliert. Tatsächlich habe die Partei aber weit weniger Geld ausgeben müssen, nämlich nur 20 000 Euro, erläuterte Büger, und nannte „eine hohe Spendenbereitschaft zur Bundestagswahl“ als Grund. „Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass im langfristigen Trend die Spendenbereitschaft zurückgeht.“

Auch zur Landtagswahl 2018 sei der „vorsichtig gewählte Spendenansatz“ übertroffen worden, teilte der Schatzmeister mit. Im Ergebnis musste die FDP 300 000 Euro in den Landtagswahlkampf stecken statt der erwarteten 450 000 Euro.

Den Grünen war es umgekehrt ergangen. Bei ihnen fiel das Minus für 2018 mit gut 600 000 Euro um 150 000 Euro höher aus als geplant, wie ihr Schatzmeister Martin Kirsch im Januar berichtet hatte.

Vermögen von 900 000 Euro

Wahljahre bedeuten für alle Parteien hohe Ausgaben. Die hessische FDP steht trotzdem finanziell gut da. Sie könne auf ein Vermögen von 900 000 Euro zurückgreifen, trug Büger den Parteifreunden vor. Vor den beiden Wahljahren seien es noch 1,4 Millionen Euro gewesen. „In den nächsten Jahren muss es wieder darum gehen, Vermögen aufzubauen“, betonte der Schatzmeister. Hilfreich sei dabei der stetige Zuwachs an Mitgliedern und der hohe Anteil von ihnen, der tatsächlich seine Beiträge leistet. Hier nehme Hessen den Spitzenplatz unter den Bundesländern ein.

Zudem tragen die Abgeordneten der FDP aus dem Bundestag, dem Landtag und dem Europaparlament mit freiwilligen Abgaben von ihren Diäten zum Wohl der Partei bei. So ist es auch in anderen Parteien gang und gäbe. Diese Mandatsträgerspenden hätten sich auf rund fünf Prozent der Diäten erhöht, erläuterte Büger auf Nachfrage.

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