Windräder bei Udenhausen nahe dem Reinhardswald: In Nordhessen sollen bis zu 20 neue Windenergieanlagen errichtet werden.
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Windräder bei Udenhausen nahe dem Reinhardswald: In Nordhessen sollen bis zu 20 neue Windenergieanlagen errichtet werden.

Reinhardswald bei Kassel

Startschuss für umstrittenes Windkraft-Projekt

Bis zu 20 Windräder sollen im Reinhardswald bei Kassel aufgestellt werden. Bürgerinitiativen und einige Lokalpolitiker befürchten Nachteile für Natur und Tourismus.

Begleitet von Protest ist der Startschuss für das umstrittene Windkraftprojekt in Hessens größtem zusammenhängendem Waldgebiet gefallen: Das Land Hessen und die Energiegenossenschaft Reinhardswald (EGR) schlossen am Dienstag eine Vereinbarung über den Bau von bis zu 20 Windrädern im Reinhardswald bei Kassel. „Die Energiegenossenschaft ist ein Prototyp, mit dem wir ein Signal setzen wollen“, sagte Umweltministerin Priska Hinz (Grüne).

In der Genossenschaft haben sich sieben Kommunen der Region mit Partnern zusammengeschlossen, um beim Windradbau im Staatswald Investoren zuvorzukommen und die Wertschöpfung in der Region zu halten. Das ist laut Umweltministerium einzigartig in Hessen. Der nun unterzeichnete Vertrag sichert die Flächen für die Genossenschaft.

Die Vorbereitungen dauerten fünf Jahre und waren von heftigen Protesten begleitet. Bürgerinitiativen und einige Lokalpolitiker befürchten Schäden für Natur und Tourismus in der Region, die sich als Märchenland vermarktet. Auch bei Vertragsabschluss in Reinhardshagen gab es kleineren Protest: Man werde „Naturpark und nicht Industriepark“, stand auf einem Plakat. Der Reinhardswald soll bald diesen Schutzstatus erhalten. (dpa)

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