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Strom wird aktuell in Deutschland immer teurer. Foto: Renate Hoyer
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Strom wird aktuell in Deutschland immer teurer.

Dreieich

Stadtwerke Dreieich profitieren von steigenden Energiepreisen

  • Annette Schlegl
    VonAnnette Schlegl
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Immer mehr Energie-Billiganbieter kündigen ihren Kunden und Kundinnen die Verträge. Wie in Dreieich springen die Stadtwerke für die Gekündigten als Grundversorger ein.

Die Stadtwerke Dreieich bekommen derzeit überraschend großen Zulauf. Die Marktturbulenzen bei Strom und Gas führen nämlich dazu, dass Billiganbieter die Energiebelieferung ihrer Kund:innen einstellen und die Verträge kündigen. Die explodierenden Beschaffungspreise an den Energiebörsen brachten auch einen Teil dieser Energiediscounter schon ins Trudeln; sie mussten Insolvenz anmelden. Die Stadtwerke fangen diese im Stich gelassenen Kunden nun auf.

„Die Anrufe verunsicherter und gekündigter Kunden und Kundinnen bei den Stadtwerken mehren sich aktuell in beiden Sparten“, sagt Vertriebsleiter Vladan Wujic. Bei mehr als 140 Haushalten und Gewerbebetrieben sei die GmbH ersatzweise schon in die Bresche gesprungen, hieß es am Freitag in einer Mitteilung. Auch der Lieferant, der alle Schulen des Kreises Offenbach ab 2022 versorgen hätte sollen, sei finanziell in die Knie gegangen.

Die Stadtwerke sind Grundversorger für Strom und Gas im Stadtgebiet Dreieich. Damit sind sie verpflichtet, als Versorger von Haushaltskund:innen einzuspringen, wenn deren Vertragspartner keine Energie mehr liefern kann.

Der eine oder andere Energielieferant nehme auch keine Neukunden und -kundinnen mehr an, sagt Wujic. Er berichtet von seiner Recherche in einem Vergleichsportal, wo die Kilowattstunde Strom für teure 74 Cent angeboten wurde. „Dieser Anbieter möchte wohl auch keine Neuverträge mehr haben“, sagt Wujic. Zum Vergleich: Die Stadtwerke Dreieich verlangen in der Grundversorgung 31,20 Cent pro Kilowattstunde.; es gibt sogar noch günstigere Varianten bei verschiedenen Laufzeitmodellen.

Strom- und Gas-Discounter kaufen die Energie für ihre Kund:innen häufig kurzfristig an der Energiebörse. Dort müssen sie im Moment Spitzenpreise zahlen, können diese Kosten aber nicht direkt weiterreichen. Stadtwerke dagegen sichern sich Strom- und Gasmengen sukzessive schon Jahre im Voraus zu fixen Preisen, um auch Hochpreisphasen zu überstehen. „Alle Stadtwerke haben den öffentlichen Auftrag, die Bürger:innen zuverlässig mit Strom und Gas, zum Teil auch Wasser, zu versorgen“, sagt Wujic. „Sie können deshalb nicht risikohaft einkaufen.“

Die ersten zehn Energiebilliganbieter haben ihren Kunden in der Region gerade die Lieferverträge für Strom und Gas gekündigt.

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