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Im Juni 2014 wurde Stefan Löbig zum Ersten Stadtrat gewählt. Seine Amtszeit wäre eigentlich am 1. Juli dieses Jahres abgelaufen.

Langen

Stadtratswahl erneut verschoben

  • Annette Schlegl
    vonAnnette Schlegl
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Die Wahl eines neuen Ersten Stadtrats ist in Langen erneut verschoben worden. Die geheime Abstimmung findet wegen der Corona-Pandemie erst im Dezember statt.

Die Suche nach einem neuen Ersten Stadtrat zieht sich in Langen weiter in die Länge. Der hauptamtliche Posten sollte eigentlich in der Stadtverordnetensitzung am Donnerstagabend neu oder wieder besetzt werden, doch die Parlamentarier sahen angesichts der gestiegenen Corona-Zahlen von einer Wahl ab. Die Entscheidung wird erst am 2. oder 9. Dezember in geheimer Abstimmung fallen. Die Stelle ist am 1. Januar 2021 zu besetzen.

Schon Mitte März kam den Parlamentariern Covid-19 in die Quere. Die Sitzung, in der der amtierende Stadtrat Stefan Löbig (Grüne) entweder wiedergewählt oder ein Wahlvorbereitungsausschuss eingesetzt werden sollte, musste präventiv wegen Corona abgesetzt werden. Damit keine Vakanz entstand, blieb Löbig weiter im Amt; im Juni erhielt er eine unbefristete Verlängerungsurkunde. In ihrer Junisitzung beschlossen die Stadtverordneten auch die Einsetzung des Wahlvorbereitungsausschusses, der dann eine Woche später erstmals nichtöffentlich zusammenkam. „Im Juli wurde die Stelle ausgeschrieben mit Bewerbungsfrist bis 31. August“, sagt Christian Gött (CDU), der Vorsitzende des Wahlvorbereitungsausschusses.

Fünf Bewerbungen gingen fristgerecht ein. Die Ausschussmitglieder sichteten die Unterlagen und luden alle Kandidierenden zu Vorstellungsgesprächen ein. In der vergangenen Woche stellte der Wahlvorbereitungsausschuss dann seinen Abschlussbericht vor, in dem er darlegte, welche Bewerber er für geeignet hält. Welche das seien, solle vor der Wahl nicht kommuniziert werden, so Gött. Zwei Namen sind aber schon bekannt: Stefan Löbig hatte schon im März erklärt, erneut für den Posten des Ersten Stadtrats zu kandidieren, und Claudia Trippel, Bürgermeisterkandidatin der FWG-NEV, hatte ebenfalls schon im März ihren Hut in den Ring geworfen.

Zur Wahl kam es am Donnerstag dann aber nicht, weil das Wahlprozedere doch zu lange gedauert hätte. „In Zeiten, in denen die 7-Tage-Inzidenz im Kreis Offenbach bei mehr als 200 liegt, wollten wir unsere Sitzung schnell durchziehen“, begründete Bürgermeister Jan Werner (CDU). Stadtverordnetenvorsteher Stephan Reinhold habe mit seiner ausdrücklichen Zustimmung entschieden, die Tagesordnung der Parlamentssitzung auf das Nötigste zu begrenzen. „Wir haben mehr als 20 Tagesordnungspunkte und hätten dann am Sitzungsende noch die Wahl durchführen müssen“, machte er klar.

Die Wahl des Ersten Stadtrats muss laut Gött „in Präsenz“ stattfinden – ganz im Gegensatz zu Bürgermeisterwahlen, wo die Wähler Briefwahl machen können und somit nicht gezwungen sind, ins Wahllokal zu gehen.

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