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Hugenottenhalle und Stadtbibliothek (re.) sollen zu einem Ort werden, an dem jeder gerne Zeit verbringt.
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Hugenottenhalle und Stadtbibliothek (re.) sollen zu einem Ort werden, an dem jeder gerne Zeit verbringt.

Neu-Isenburg

Stadtbibliothek von Neu-Isenburg wird fast dreimal größer

  • Annette Schlegl
    VonAnnette Schlegl
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Inspirierender, größer, wohnlicher: Die Neu-Isenburger Parlamentarier haben die Flächen für die Erweiterung der Hugenottenhalle und Stadtbibliothek festgelegt.

Beschlossen ist die Sanierung und Erweiterung des Komplexes Hugenottenhalle/Stadtbibliothek zu einem Kultur- und Bildungszentrum in Neu-Isenburg schon seit mehr als einem Jahr, aber jetzt wird es endlich konkret. In ihrer Sitzung am Mittwochabend haben die Stadtverordneten den Erweiterungsumfang und die künftigen Flächen festgelegt. Damit kann ein Architekten-Realisierungswettbewerb zur Auslobung vorbereitet werden.

3700 Quadratmeter Fläche für Stadtbibliothek in Neu-Isenburg

Die Parlamentarier haben sich für eine Ausbauvariante entschieden, die den Gebäudekomplex um 4115 Quadratmeter vergrößert. Statt aktuell 9 680 Quadratmeter werden Hugenottenhalle und Stadtbibliothek sowie ein Gastronomiebetrieb künftig zusammen 13 795 Quadratmeter Fläche umfassen.

Am meisten profitiert die Stadtbibliothek davon: Sie wird fast dreimal größer als sie jetzt ist. In Zahlen ausgedrückt heißt das: Statt aktuell 1305 Quadratmeter hat sie künftig rund 3700 Quadratmeter Platz. Nur so lässt es sich verwirklichen, dass die Bibliothek zu einem Wohnzimmer der Stadtgesellschaft wird, zu einem Aufenthalts- und Begegnungsort mit Wohlfühlatmosphäre, der künftig mehr Publikum anziehen soll. Integriert sind dabei 650 Quadratmeter für Bildungsaufgaben der Volkshochschule. Das Konzept, das allen Fraktionen gleichermaßen am Herzen liegt, sieht auch vor, dass darin das Stadtarchiv unterkommt sowie eine Kunstwerkstatt und ein kleines Café.

Neu-Isenburger SPD-Fraktion will kleinere Veranstaltungshalle

Diskussionen gab es in der Sitzung aber über den Veranstaltungsbereich der Hugenottenhalle, der um mindestens 760 Quadratmeter wachsen soll. Die Studie der Münchner Firma Actori habe doch im November 2020 schon festgestellt, dass die Stadt nicht mit anderen großen Veranstaltungshäusern in Rhein-Main konkurrieren, sondern „kleinere Brötchen backen“ sollte, meinte Markus Munari (SPD). Jetzt sei ein „sehr voluminöser Raum“ mit bis zu 1800 Stehplätzen geplant. „Damit kommen wir zurück zu Kapazitäten, die schon seit Jahren nicht mehr gefüllt werden können“, sagte er. Wenn es in der Hugenottenhalle weiter solche Großveranstaltungen gebe, werde sie ihrer Funktion als „drittem Ort“ punktuell nicht gerecht werden können. Volkshochschule, Begegnungsflächen und Multifunktionsflächen müssten dann im zweiten und dritten Stock untergebracht werden, seien damit nicht so gut erreichbar.

Saal der Hugenottenhalle soll flexible Optionen bieten

Joachim Großpersky (CDU) widersprach, der Veranstaltungssaal werde durch zuschaltbare Flächen in verschiedenen Varianten nutzbar sein. „Wir schaffen flexible Raummöglichkeiten, die sogar Veranstaltungen parallel möglich machen“, sagte er. Die SPD votierte als einzige Fraktion trotzdem gegen die avisierte Flächenerweiterung des Veranstaltungsbereiches.

Schon im April 2015 hatte das Büro Lengfeld & Willisch aus Darmstadt für rund 84 500 Euro eine Konzeptstudie mit vier Ausbauvarianten erarbeitet. Damals war inklusive energetischer Sanierung von Baukosten in Höhe von 7,3 bis 8 Millionen Euro die Rede. Mittlerweile sind für die am Mittwoch beschlossene Ausbauvariante 30 Millionen Euro angesetzt. Bevor Architekten in einem Wettbewerb über einer Gestaltung brüten können, sind noch verschiedene Gutachten sowie Untersuchungen zu erstellen. Außerdem soll das Konzept im Hinblick auf die Integrationsmöglichkeiten nochmals evaluiert werden – unter Leitung des neuen Kulturmanagers, dessen Stellenanzeige aktuell schon ausgeschrieben ist.

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