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Oberursel

Stadt zahlt Sporthalle zur Hälfte

Der Hochtaunuskreis soll von Oberursel knapp 1,8 Millionen Euro erhalten. Vereine sollen das Gebäude mitnutzen können.

Stierstadt soll eine neue Sporthalle bekommen – gemeint ist jene, die der Hochtaunus auf dem Schulgelände am Kiesweg hochziehen will, wo ein neues Hauptgebäude samt Erweiterung für die Integrierte Gesamtschule (IGS) Stierstadt vorgesehen ist. Für die Halle, die nach Unterrichtsende dann der Stadt beziehungsweise Vereinen zur Verfügung stehen soll, greift der Kreis tief in Oberursels Stadtsäckel: Knapp 1,8 Millionen Euro – laut Rathauschef Hans-Georg Brum (SPD) 50 Prozent der geschätzten Baukosten – soll die finanziell gebeutelte Brunnenstadt dazugeben.

Von Juni 2022 an, so steht es in der vorbereiteten Verwaltungsvereinbarung zwischen Stadt und Kreis, wird die Summe über vier Jahre abgestottert. „Die Stadt beteiligt sich außerdem zur Hälfte an den laufenden Betriebs- und Bauunterhaltungskosten“, heißt es in der zugehörigen Beschlussvorlage, die der Magistrat jetzt den Ausschüssen und dem Ortsbeirat Stierstadt vorlegte. Mehrheitlich gab’s grünes Licht – doch vor allem aus den Reihen der Opposition auch reichlich Kritik.

Turnhallen mitzufinanzieren, das sei „immer ein Kraftakt“, sagte Rathauschef Hans-Georg Brum (SPD). Fest stehe aber, dass die Aussicht auf eine neue Ein-Feld-Halle „sehr positiv“ sei, und zwar sowohl für die Grundschule als auch die ortsansässigen Vereine. Die Auslastung der Sporthallen im Stadtgebiet liege bei 100 Prozent – von den Turn- und Fußballvereinen lägen der Verwaltung zudem Anfragen vor, die mit den bestehenden Kapazitäten nicht umgesetzt werden könnten, heißt es in der Beschlussvorlage. In Stierstadt sei durch den Wegfall der ehemaligen Grundschulturnhalle zusätzlicher Druck entstanden.

Baubeginn verzögert sich

Die neue Halle, berichtete Brum, solle direkt am vorhandenen Rasenplatz liegen, im Unter- und Erdgeschoss eines frei stehenden Gebäudes, das über das Schulgelände zugänglich sei. Darüber sind zwei Geschosse mit Klassenräumen vorgesehen. Die Beteiligung werde die letzte dieser Art sein, alle anderen Hallen stünden schon, erklärte der Rathauschef.

Für die OBG war das ein schwacher Trost. „Braucht man das wirklich?“, fragte Fraktionschef Georg Braun im Bauausschuss. Einem Verein wie beispielsweise der Turn- und Sportgemeinde Oberursel (TSGO) „bräuchten wir nur das Grundstück zur Verfügung stellen – und hätten dann nicht die Verpflichtung, dem Kreis die Baukosten zu finanzieren“. Auch der FDP fehlte „komplett das Verständnis“, wie Thomas Fiehler bekannte. „Der Kreis hat sich auch nicht am Taunabad beteiligt, sondern zahlt nur eine Gebühr fürs Schulschwimmen.“ So etwas Ähnliches, sagte Fiehler, könne er sich im Fall der Halle auch vorstellen.

Die Grünen hielten den aufgerufenen Betrag für „schwierig“, insbesondere für eine Ein-Feld-Halle. „Aber den Bedarf sehen wir“, bestätigte Frank Böhme.

Finanzieren will die Stadt die Summe über den Verkauf städtischer Grundstücke. „Wir haben einen großen Fundus, aus dem heraus wir das darstellen können“, erklärte Brum im Haupt- und Finanzausschuss.

Derweil verzögert sich der Baubeginn – die neuen Gebäude sollen erst ab dem kommenden Jahr hochgezogen werden. Im Jahr 2023 soll der Komplex dann stehen.

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