1. Startseite
  2. Rhein-Main

Stadt bereitet sich auf Blackout vor

Erstellt:

Kommentare

Wenn der Strom ausfällt, steht der Alltag still. Im Normalfall sind Stromausfälle nur von kurzer Dauer. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit gering ist, bereitet sich die Bad Vilbeler Stadtverwaltung aus Fürsorgepflicht vor einem schwerwiegenden, anhaltenden und großflächigen Stromausfall, einem sogenannten „Blackout“, auf einen solchen Katastrophenfall entsprechend vor, teilt die Stadt nun mit.

„Für Stromnetzausfälle halten die Stadtwerke Notstromaggregate bereit. Unsere Kläranlage ist ebenfalls mit Notstrom versorgt. Der Feuerwehrstützpunkt in der Kernstadt sowie die Feuerwehrgerätehäuser in Gronau und auf dem Heilsberg verfügen ebenfalls über eigene Notstromgeneratoren. Das Rathaus kann mithilfe externer Stromerzeuger ebenso mit Notstrom versorgt werden“, erläutert Bürgermeister Sebastian Wysocki (CDU).

Im Fall eines Blackouts seien Verwaltung und Notrufe wohl telefonisch und per E-Mail nicht erreichbar. „Für diesen Fall und um beispielsweise Notrufe abzusetzen sollen sich die Bürgerinnen und Bürger bitte bei den mit Notstrom versorgten Feuerwehrhäusern einfinden. Dort werden im Katastrophenfall auch städtische Mitarbeiter eingesetzt, die versuchen in der Notlage zu helfen“, ergänzt Erster Stadtrat Bastian Zander (CDU).

Innerhalb der Verwaltung gebe es einen Verwaltungsstab, der sich im Fall einer solchen Situation zusammensetzt. „Wir haben unsere Überlegungen hierzu intensiviert. Im Zweifel informieren wir die Bevölkerung mit Lautsprecherdurchsagen der Einsatzfahrzeuge von Ordnungspolizei und Feuerwehr sowie über Aushänge in der Stadt“, sagen Wysocki und Zander. Beide raten dazu, dass Bürgerinnen und Bürger selbst Vorsorge treffen sollten. Drei Aspekte seien wesentlich: ausreichende Nahrungs- und Trinkwasservorräte, die ohne Kühlung lagerfähig sind, Wärme und Kommunikation.

Wer einen Kamin hat, sollte einen Vorrat an Kohle, Briketts oder Holz im Haus haben. Steht kein Ofen zur Verfügung, könne man sich mit warmer Kleidung, Schlafsäcken und Decken behelfen. Warmes Essen lasse sich auch ohne Herdplatte zubereiten, indem man etwa einen gasbetriebenen Campingkocher oder im Freien einen Grill benutzt. Ratsam sei eine batterie- oder solarbetriebene Taschenlampe, Kerzen und Camping- oder Outdoor-Lampen im Haus zu haben. Außerdem sollte für lebensnotwendige Geräte, wie mobile Beatmungsgeräte, individuell Vorsorge getroffen werden.

Das Bundesamt für Katastrophenschutz rate, ein batteriebetriebenes Radio oder ein Kurbelradio bereitzuhalten. Solarbetriebene Batterieladegeräte und sogenannte Powerbanks könnten hilfreich sein. Zudem sollte jeder Haushalt auf etwas Bargeld zurückgreifen können, da bei einem Stromausfall auch die Geldautomaten nicht mehr funktionieren. Zander: „Es gibt keinen Grund zur Panik. Trotzdem nehmen wir den nicht auszuschließenden Fall eines Blackouts ernst und bereiten uns vor.“ red

Auch interessant

Kommentare