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Nach seinem nächtlichen Besuch beim Kulturzentrum Klapperfeld muss sich Boris Rhein einigen Spott gefallen lassen.
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Nach seinem nächtlichen Besuch beim Kulturzentrum Klapperfeld muss sich Boris Rhein einigen Spott gefallen lassen.

#Rheinwillrein

Spott für Rhein nach gescheitertem „Klapperfeld“-Besuch

  • Hanning Voigts
    VonHanning Voigts
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Der hessische Wissenschaftsminister wollte nachts mal eben das alternative Kulturzentrum „Klapperfeld“ in Frankfurt besuchen. Im Netz wird darüber unter dem Hashtag #Rheinwillrein gelacht.

Wer den Schaden hat, braucht für den Hashtag nicht zu sorgen. So müsste die Binsenweisheit wohl heute lauten. Nachdem die Frankfurter Rundschau über einen nächtlichen Besuch des hessischen Wissenschaftsministers Boris Rhein (CDU) im alternativen Kulturzentrum „Klapperfeld“ berichtet hatte, machten sich am Freitag viele Twitter-Nutzer unter dem Hashtag #Rheinwillrein über den Vorfall lustig.

Rhein war am vergangenen Montag gegen 22.40 Uhr mit einer Gruppe von teils offenbar angetrunkenen Begleitern vor dem ehemaligen Polizeigefängnis aufgetaucht und hatte Einlass verlangt – das Klapperfeld werde schließlich mit Steuergeld unterstützt.

Die Besucher, die im Haus waren, verwiesen dagegen auf das Hausrecht der Initiative „Faites votre jeu!“ und die regulären Öffnungszeiten – aus der Besichtigung wurde nichts. Sein Sprecher erklärte dazu, Rhein sei nach einem „normalen Abendessen mit Freunden“ zufällig am Klapperfeld vorbeigekommen. Die harmlose Idee einer Besichtigung sei spontan entstanden.

„Zum Fremdschämen“

Gert-Uwe Mende, Geschäftsführer der SPD-Fraktion im hessischen Landtag, twitterte dazu am Freitag: „Zum Fremdschämen.“ Die Frankfurter SPD-Bundestagsabgeordnete Ulli Nissen fragte ironisch, ob linke Aktivisten Rhein erklären müssten, „wie wichtig Regeln sind“.

Im Laufe des Tages kamen viele Sprüche im Netz dazu. „Ich plane heute Nacht gegen halb drei die CDU-Geschäftsstelle zu besuchen. Ganz normaler Abend mit Freunden“, schrieb Nutzer „floearii“. „Und die Tiger im Zoo, die sind auch öffentlich finanziert. Streicheln will!“, spottete Nils Sandrisser.

Der Initiative „Faites votre jeu!“ ist dagegen gar nicht zum Lachen zumute: Man begreife den Vorfall als Teil vermehrter Angriffe auf linke und alternative Strukturen, teilte die Initiative mit. Rhein beweise zudem, dass die Warnung vor Extremisten und Straftätern im Klapperfeld „nicht mal von der hessischen CDU-Spitze ernst genommen wird.“

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