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Plakate wie diese waren auf der „Demo für Alle“ in Hannover zu sehen. In Wiesbaden wollen SPD, Grüne und andere Gruppierungen nicht den Rechten das Feld überlassen. (Archivbild)

Sexualkunde in Hessen

CDU wirbt vor Demos für Lehrplan

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Die CDU im hessischen Landtag bekennt sich zum Kurs in der Sexualkunde. Am Sonntag gehen Befürworter und Gegner auf die Straße.

Die CDU im Landtag hat den neuen Lehrplan zur Sexualerziehung an den hessischen Schulen gegen Kritik verteidigt. „Unsere Bildungspolitik orientiert sich am Wohle der Kinder“, versicherte der CDU-Bildungspolitiker Armin Schwarz.

„Lerninhalte werden entsprechend dem jeweiligen Alter und dem damit verbundenen Entwicklungsstand der Schülerinnen und Schüler vermittelt“, erläuterte Schwarz. Die Erziehungsberechtigten würden rechtzeitig im Vorfeld und ausführlich bei Elternabenden über Ziele, Inhalte und die im Unterricht einzusetzenden Lehr- und Hilfsmittel informiert. Der CDU-Politiker sagte zu, es werde „keine Ideologisierung und Indoktrination von Schülerinnen und Schülern“ geben.

Schwarz betonte, der Lehrplan halte an der „grundlegenden Bedeutung von Ehe und Familie“ fest. Zugleich sieht der Erlass vor, die „Akzeptanz“ von gleichgeschlechtlichen Lebensweisen zum Ziel des Unterrichts zu machen, statt nur auf „Toleranz“ zu zielen.

Rechte und christlich-fundamentalistische Gruppen sprechen von einem „radikalen Sexualerziehungs-Lehrplan, der Kindergefühle und Elternrechte mit Füßen“ trete. Sie rufen für Sonntag, 14 Uhr, zu einer Kundgebung am Wiesbadener Luisenplatz auf.

Bereits um 11 Uhr beginnt am Hauptbahnhof eine Gegendemonstration von mehr als 100 Organisationen, darunter SPD, Grüne, Linke und die Jungen Liberalen. Sie steht unter dem Motto „Für Akzeptanz und Vielfalt“.

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