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Polizisten, Feuerwehrleute und Sanitäter stehen nach dem tödlichen Messerstich in der Wiesbadener Innenstadt. (Archivbild)

Das bringt der Tag

Urteil nach tödlicher Messerattacke erwartet

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Prozess gegen Studenten in Wiesbaden vor dem Ende +++ Neues Konzept für Frankfurter Bäder +++ Kanzlerin Angela Merkel in Darmstadt zu Gast +++ Alles, was in Hessen wichtig wird, erfahren Sie hier.

Ein 25 Jahre alter Student soll in der Wiesbadener Innenstadt einen 19-Jährigen mit einem Stich in das Herz getötet und zwei weitere junge Männer mit einem Klappmesser verletzt haben. Im Prozess gegen den Studenten vor dem Landgericht könnte heute ein Urteil fallen. Die Verhandlung beginnt um 16.30 Uhr. Für den Hauptangeklagten hat die Staatsanwaltschaft eine Haftstrafe von zwölfeinhalb Jahren wegen Totschlags gefordert. Für zwei 23 Jahre alte Mitangeklagte plädierte die Anklagevertretung auf Bewährungsstrafen. Die Anwälte der jungen Männer forderten für den Studenten eine Haftstrafe von unter vier Jahren sowie für die anderen beiden Tatbeteiligten lediglich Geldstrafen. Einer von den beiden Mitangeklagten war zum Tatzeitpunkt im Juni 2017 ein Polizeianwärter, der bereits wegen räuberischer Erpressung und Körperverletzungsdelikten aufgefallen war. Das Einstellungsverfahren für Polizisten wurde nach den Vorkommnissen reformiert und der Polizeianwärter nach einem Disziplinarverfahren fristlos entlassen.

Seniorin schlägt in Frankfurt auf Betrüger ein

Im Frankfurter Ostend wusste sich eine Rentnerin zu wehren, als zwei Trickbetrüger vor ihrer Tür standen und ungemütlich wurden, als sie auf deren Masche nicht einging. Warum einer der Männer jetzt vor Gericht freigeprochen wurde, obwohl die 82-Jährige ihn als einen der Täter identifizieren konnte, beschäftigt heute Morgen die Leser von fr.de. Lesen Sie dazu den Bericht unseres Gerichtsreporters Stefan Behr.

Neues Konzept für Frankfurter Bäder

Wie geht es in Frankfurt mit den Schwimm- und Hallenbädern weiter? Darüber wollen die städtischen Bäderbetriebe (BBF) heute ab 10.30 Uhr informieren. In der Diskussion ist derzeit der Abriss von Frankfurts größter Schwimmhalle, dem Rebstockbad. Ein Anfang des Jahres veröffentlichtes Gutachten hatte ergeben, dass sich eine Sanierung des 1981 errichteten Bads nicht mehr lohnt. Ein Neubau könnte fast 90 Millionen Euro kosten. Die Bäderbetriebe unterhalten in Frankfurt 14 Schwimmstätten, fünf Saunaeinrichtungen sowie zwei Fitness Studios.

Diskussion mit FR-Autor Stephan Hebel

Genau 50 Tage nach dem Start der nächsten „großen Koalition“ lädt FR-Autor Stephan Hebel heute wieder zu „Hebels aktueller Stunde“ in den Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5. Fragen gibt es mehr als genug: Wird Angela Merkel sich von der geschwächten SPD zu Kurskorrekturen drängen lassen, zum Beispiel bei den Themen Hartz IV, Europa, Wohnen, Umwelt, Rüstungsexport oder Freihandel? Will die SPD überhaupt grundlegende Veränderungen? „Hebels aktuelle Stunde“ beginnt um 19 Uhr. Einlass ist bereits ab 18 Uhr.

Rubens-Ausstellung im Städel verlängert

Wegen ihres großen Erfolgs verlängert das Städel-Museum die Ausstellung „Rubens. Kraft der Verwandlung“ bis zum 3. Juni. Seit der Eröffnung der Schau mit Werken des weltbekannten niederländischen Malers sind mehr als 110 000 Besucherinnen und Besucher gezählt worden. Städel-Direktor Philipp Demandt freute sich sehr „über das besondere Interesse sowie die durchweg positive Resonanz bei Besuchern und in Fachkreisen“. Die Idee, den Umgang des Malers mit seinen Vorgängern in all seiner Bandbreite und über alle Gattungen hinweg erstmals in einer Sonderausstellung zu thematisieren, sei voll aufgegangen.

Kanzlerin Angela Merkel kommt nach Darmstadt

Das Pharma- und Chemieunternehmen Merck wird in diesem Jahr 350 Jahre alt. Zum heutigen Festakt, der um 11 Uhr beginnt, erwartet der Dax-Konzern rund 800 Gäste aus Politik und Wirtschaft, darunter Bundeskanzlerin Angela Merkel. Nach Reden der Merck-Spitze spricht auch die CDU-Chefin kurz. Im Anschluss besucht sie das neue Innovationszentrum, in dem Mitarbeiter und Start-ups an Ideen für künftige Produkte feilen. Die Anfänge von Merck reichen bis 1668 zurück. 20 Jahre nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges kaufte Friedrich Jacob Merck die Engel-Apotheke in Darmstadt, die Keimzelle des Konzerns. Heute beschäftigt dieser mit den Sparten Pharma, Spezialchemie und Laborausrüstung weltweit fast 53 000 Menschen. 2017 erzielte Merckmeinen Umsatz von 15,3 Milliarden Euro. Die gut 13 000 Angestellten in Deutschland erhalten zum Jubiläum je 1000 Euro Prämie und Aktien im Wert von 350 Euro.

Verschuldete Kommunen: Minister zieht Schutz-Schirm-Bilanz

Insgesamt 100 hessische Städte, Gemeinden und Landkreise sind einst unter den finanziellen Schutzschirm des Landes geschlüpft. Nach und nach können die Kommunen das Entschuldungsprogramm wieder verlassen. Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) will heute ab 10 Uhr erläutern, wie sich die Finanzen 2017 entwickelt haben. Wer dreimal hintereinander einen ausgeglichenen Haushalt vorweisen kann, darf den Schutzschirm verlassen. Diesem Ziel sind laut Finanzministerium im vergangenen Jahr mehr Kommunen denn je nahe gekommen. Mit dem Programm hatte das Land den Städten, Gemeinden und Landkreisen für insgesamt 3,2 Milliarden Euro einen Teil ihrer Altschulden abgenommen. Dafür müssen sie bis spätestens 2020 einen ausgeglichenen Haushalt haben. (mit dpa)

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