Verkehr

Tod auf der Straße

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An der Kurt-Schumacher-Straße Ecke Battonstraße kommt ein Radfahrer ums Leben. Ermittlungen zeigen nun: Der Mann fuhr nicht auf dem Gehweg.

Der Radfahrer, der am 3. August an der Kurt-Schumacher-Straße Ecke Battonstraße tödlich verunglückt ist, fuhr auf der Straße, als er gegen einen Lastwagen geriet und überfahren wurde. Das sagte Polizeisprecherin Isabell Neumann der FR und korrigierte damit eine frühere Pressemitteilung. Zeugen hatten damals ausgesagt, der Mann sei am äußeren Rand des Gehwegs gefahren und Fußgängern ausgewichen. Dies sei „eine Momentaufnahme“ gewesen, die sich nicht habe halten können, sagte Neumann nun. Komplett abgeschlossen seien die Ermittlungen noch nicht; die Schuldfrage werde noch geklärt.

Über die Schuldfrage wurde auch im Verkehrsausschuss des Römers am Dienstagabend diskutiert. So behauptete Horst Reschke (AfD), der Radfahrer habe den Unfall „selbst verschuldet“, was Martin Kliehm (Linke) aufbrachte: „Da ist ein Mensch gestorben. Zu sagen, er sei selbst schuld, ist nicht sehr umsichtig von Ihnen.“

Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD), der bei der ADFC-Bike-Night davon gesprochen hatte, der Mann sei auf der Straße gefahren – mit Verweis auf die nach dem Unfall sichtbaren Kreidezeichnungen – bat nun darum, solche Spekulationen bis zum Abschluss der Ermittlungen zurückzustellen.

Auswertungen des Straßenverkehrsamts hätten gezeigt, dass der neue Radweg auf Höhe des Börneplatzes nicht zu zusätzlichen Staus geführt habe, sagte er. Die Unfallkommission hatte die Markierung des Schutzstreifens empfohlen. An den Verstorbenen erinnert ein Geisterrad.

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