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So sehen die neuen Solaris-Busse aus.

Linie 75

Das sind Frankfurts neue E-Busse

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Der städtische Busbetreiber ICB stellt die Linie 75 auf Elektrobusse um. Wir waren bei der Probefahrt dabei.

Der Elektrobus, der am Mittwoch auf der Linie 75 zwischen Campus Westend und Bockenheimer Warte fährt, ist blau und hat ein polnisches Nummernschild. Am Steuer sitzt Peter Feldmann (SPD), aber nur kurz, als der Bus hält.

Einen Busführerschein hat der Oberbürgermeister nicht, und will auch keinen machen, sondern im Februar wieder zum OB gewählt werden. Seine Forderung lautet: „Wenn ich die Wahl gewinne, hört der Blödsinn mit der Privatisierung der Buslinien auf.“

Statt die Buslinien in Frankfurt für jeweils acht Jahre an private Unternehmen auszuschreiben, wie es derzeit bei der Hälfte der Fall ist, sollen alle Busse wieder von der städtischen Busgesellschaft ICB betrieben werden, sagte er. 

Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) unterstützt das. „Dann könnten wir auch die Buslinien schneller auf Elektrobusse umstellen.“

Als der OB den Fahrer wieder ans Steuer lässt, fährt der Solaris New Urbino Electric fast geräuschlos an. Zu hören sind nur Rollgeräusche. Drinnen surrt die Heizung, die zum Teil elektrisch, aber in der Wintermonaten zusätzlich mit einem Dieselaggregat betrieben wird. Gleiches gilt für die Klimaanlage im Sommer.

70 Fahrgäste passen in den Bus, 30 können sitzen. Die Batterie hat eine Leistung für rund 160 Kilometer. Das reicht laut ICB-Geschäftsführer Alois Rautschka für die täglichen Fahrten. Geladen werden die Busse über Nacht im Betriebshof Rebstock. Zum Fahrplanwechsel 2018 fahren die Elektrobusse auf der Studierenden-Linie 75, auf der täglich 2600 Fahrgäste unterwegs sind. Blau wie bei der Probefahrt werden die Busse dann nicht sein, sondern türkis-grün, und sie haben auch kein polnisches, sondern ein Frankfurter Nummernschild. 

An ein neues Geräusch müssen sich die Fahrgäste aber gewöhnen. Beim Türe-Schließen piepsen die Busse genauso laut wie die S-Bahnen.    

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