+
Büros werden gegenüber der S-Bahn-Station Kaiserlei zu Mikro-Wohnungen.

Kaiserlei Offenbach

Schwimmhalle für Schulen am Kaiserlei kommt

  • schließen

Die CG Gruppe, die rund um die alten Siemens-Türme am Kaiserlei in Offenbach baut, bestätigt den Bau einer Schwimmhalle, die Schulen nutzen können. In Neubauten sollen auch 61 geförderte Wohnungen entstehen.

 Die Schwimmhalle am Kaiserlei, die auch Offenbacher Schulen für ihren Schwimmunterricht nutzen sollen, kommt: Das bestätigte am Freitag der Vorstandsvorsitzende der Berliner CG-Gruppe, Christoph Gröner, bei der Grundsteinlegung für das Projekt „Vitopia Campus Kaiserlei“.

Von Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD) darauf angesprochen, ob die mündliche Zusage, eine solche Schwimmhalle zu bauen, auch in einen Vertrag münde, sagte Gröner: „Wenn ich sage, dass wir hier Schulschwimmen machen, dann machen wir das auch, ob das irgendwo geschrieben steht oder nicht.“

Die CG-Gruppe baut am Kaiserlei zwischen der Berliner und der Strahlenbergerstraße bis 2022 die städtebaulich prägnanten ehemaligen Siemens-Bürotürme um und errichtet entlang der umliegenden Straßen zumeist siebenstöckige Neubauten. In den Türmen entstehen 632 möblierte Mikroapartments, in den neuen Gebäuden, deren Bau bald beginnen soll, sind unter anderem 204 Wohnungen, eine Kita, Läden und Gastronomie, ein Hotel, Co-Working-Spaces sowie ein Fitnesscenter mit besagter Schwimmhalle geplant, in der drei 25-Meter-Bahnen entstehen. In der Mitte des Areals ist ein öffentlich zugänglicher Platz geplant. „Damit wird sichergestellt, dass hier keine ,Gated Community‘ entsteht“, sagte Schwenke.

Auch unter der Erde wird gebaut: Dort entstehen 560 Tiefgaragenstellplätze, davon 140 mit Stromanschlüssen für E-Autos. Direkt unter dem Baufeld entsteht außerdem eine große Geothermie-Anlage, mit deren Hilfe die Türme beheizt und gekühlt werden sollen (die FR berichtete).

30 Prozent geförderter Wohnraum

Die Mieten der Wohnungen in den Neubauten sollen zwischen 13,50 Euro und 15 Euro pro Quadratmeter liegen. Die Stadt konnte hier, anders als in den Türmen, eine Quote von 30 Prozent gefördertem Wohnraum durchsetzen: Das entspricht voraussichtlich 61 Wohnungen. Außerdem muss der Investor Ausgleichsmaßnahmen finanzieren: Konkret soll mit Geld der CG-Gruppe Schwenke zufolge ein kleiner Teil des Mainufers zwischen der Autobahnbrücke und dem Sportverein SG Wiking sowie den Musikclubs Robert Johnson und MTW aufgewertet werden.

Gröner sagte am Freitag, Stadt und CG-Gruppe hätten intensiv über die Einzelheiten des Großprojekts, wo schon seit etwa einem Jahr Umbauten laufen, verhandelt. Ungewöhnlich viel Lob äußerte bezüglich der Zusammenarbeit mit der Stadt Architekt Eike Becker: Die Kommunikation mit der Verwaltung sei „herausragend und extrem konstruktiv“, sagte der Berliner.

Insgesamt investiert CG mehr als 300 Millionen Euro in die Um- und Neubauten am Kaiserlei. Ein Großteil des Projekts sei bereits an eine „namhafte deutsche Versorgungskammer“ verkauft.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare