Politische Landkarte

Rote Flecken in Nord- und Mittelhessen

Ganz Hessen ist schwarz. Ganz Hessen? In Nord- und Mittelhessen hat sich die SPD mitunter noch vor der CDU ins Ziel gerettet - wenn auch mit letzter Kraft.

Die politische Karte Hessens ist schwarz geworden, doch ein paar rote Enklaven gibt es noch. Vor allem in Nord- und Mittelhessen hat sich die SPD mitunter noch vor der CDU ins Ziel gerettet, wenn auch mit letzter Kraft.

In Kassel zum Beispiel kamen die Sozialdemokraten zwar nur noch auf 28,4 Prozent (minus 13,1 Prozentpunkte), die CDU schnitt mit 24,8 Prozent (minus 1,5 Prozentpunkte) allerdings noch schlechter ab. Ulrike Gottschalck (SPD) errang mit 38 Prozent (minus 12,5 Prozentpunkte) das Direktmandat in der documenta-Stadt.

Auch in der Unistadt Marburg behauptete die SPD ihre Spitzenposition, allerdings mit hauchdünner Mehrheit (26,2 Prozent gegenüber 25,4 Prozent der CDU). Umso deutlicher fiel dagegen der Sieg von Sören Bartol (SPD) bei den Erststimmen aus: Der ließ mit 40,7 Prozent dem CDU-Kontrahenten Stefan Heck keine Chance.

In Gießen konnte die SPD dem negativen Bundestrend bei der Zweitstimme nicht trotzen. Ein Minus von 8,6 Prozentpunkten bedeuten ein Endergebnis von 26,1 Prozent. Knapp vor ihr rangiert die CDU mit 27,1 Prozent. Direkt gewann Helge Braun von der CDU gegen Rüdiger Veit (SPD). Besser erging es dem SPD-Generalsekretär Michael Roth: Der konnte sich den Wahlkreis Werra-Meißner und Hersfeld-Rotenburg sichern. (tru)

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