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Drei von 1712 Frankfurter Taxis fahren elektrisch- das Gros tankt Diesel.

Verkehr in Frankfurt

Projekt mit 50 Elektro-Taxis soll starten

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Bis zum Frühjahr soll das erste Fahrzeug angeschafft werden, damit Taxifahrer es testen können. Für den Ausbau von Ladesäulen ist ein Investor gefunden.

In Frankfurt sollen bis zu 50 geförderte E-Taxis angeschafft werden. Ein entsprechendes Pilotprojekt, das die Stadtverordneten beschlossen haben, steht kurz bevor. „Die Arbeiten laufen, wir sind bereit“, sagte Hans-Peter Kratz, der Vorsitzende der Taxi-Vereinigung Frankfurt. In dieser Woche stünden Gespräche mit der städtischen Wirtschaftsförderung und dem hessischen Wirtschaftsministerium an.

Andrea Brandl, die Büroleiterin von Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU), geht davon aus, dass bis März ein erstes Elektrotaxi gekauft sein wird, um den Praxistest in Frankfurt zu starten. Die Stadt habe mit einem Anbieter günstige Konditionen ausgehandelt. Falls sich das Elektrotaxi im Betrieb behaupte, könnten die Taxi-Unternehmer bis zu 50 mit Landesmitteln geförderte Fahrzeuge erwerben.

Derzeit gibt es lediglich drei Elektrotaxis in Frankfurt: Der Taxi-Unternehmer Frank Benner hat bei Taxi Basalt 19 einen Tesla „Model X“ im Einsatz, sowie ein weiteres E-Fahrzeug. Der Taxiunternehmer Erwin Auth fährt einen E-Hyundai. Beim Thema E-Taxis ist also noch Luft nach oben. „Wir haben ein Interesse an Projekten zur Umstellung von Fahrzeugflotten auf klimaschonende Antriebe“, sagte Wolfgang Harms, Sprecher des hessischen Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne). Das Ministerium berate die Stadt Frankfurt, die einen entsprechenden Förderantrag stellen wolle.

„Wir wollen zunächst ein Fahrzeug anschaffen, dass die Taxifahrer untereinander ausleihen und testen können“, sagte Andrea Brandl. Das Fahrzeug untereinander tauschen dürfen Taxiunternehmen laut Personenbeförderungsgesetz aber nicht. Dafür musste die Stadt eine Genehmigung der Landesregierung einholen.

Taxi-Vereinigung stellt Forderung

Diese liegt nach Angaben von Wolfgang Harms nun vor. Es gebe keine Einwände, das Personenbeförderungsgesetz entsprechend anzuwenden, um das Pilotprojekt zu ermöglichen, sagte er.

Die Taxi-Vereinigung Frankfurt, die rund 880 der 1100 Taxi-Unternehmer in der Stadt vertritt, stellt eine weitere Forderung: „Wir brauchen nicht nur die Autos, wir brauchen auch die Ladesäulen“, sagte Hans-Peter Kratz. Derzeit gibt es nach Angaben der städtischen Wirtschaftsförderung insgesamt 49 Standorte mit knapp über 100 Lademöglichkeiten, darunter zwei Standorte, an denen eine Schnellladung möglich ist. „Die sind aber notorisch zugeparkt“, bemängelte Kratz - ein Fall für die städtische Verkehrspolizei.

Bei den Ladesäulen sollen nun weitere hinzukommen. „Wir haben von einem Investor die Zusage erhalten, dass er die Ladesäulen auf eigene Kosten aufstellen wird“, sagte Brandl. Sie sprach von 230 Ladesäulen, die binnen zweier Jahre errichtet werden sollen. Damit würden sich die Lademöglichkeiten in der Stadt vervielfachen.

Schon im Frühjahr 2018 hatten die Stadtverordneten den Magistrat beauftragt, das Pilotprojekt auf dem Weg zu bringen. „Die Förderung der E-Mobilität ist ein wichtiger Baustein für saubere Luft und weniger Lärm in der Stadt“, heißt im gemeinsamen Antrag der Koalition von CDU, SPD und Grünen, den die Stadtverordneten beschlossen haben. Gefordert wird darin auch der „Ausbau der Ladeinfrastruktur mit Strom ausschließlich aus erneuerbaren Energien im öffentlichen Raum“. E-Fahrzeuge sollen die Möglichkeit erhalten, Bus- und Taxispuren zu benutzen.

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