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Auch während des Abrisses des sogenannten Herzstücks Ost kann der Verkehr über die Schiersteiner Brücke fließen. (Archiv)

Das bringt der Tag

Problemteil der Schiersteiner Brücke wird abgerissen

+++ Prozessbeginn: Geldanleger in Millionenhöhe betrogen +++ 62-Jähriger soll Ehefrau nach Streit erstochen haben +++ Bouffier und Schäfer-Gümbel im TV-Duell +++ Was in Hessen und Rhein-Main noch wichtig wird, erfahren Sie hier.

Über dreieinhalb Jahre nach dem Bauunfall an der Schiersteiner Brücke wird der Teil der wichtigen Rhein-Querung abgerissen, der einst die Probleme ausgelöst hat. Die Arbeiten beginnen heute um 21 Uhr. Nach und nach verschwindet bis Ende des Jahres das sogenannte Herzstück Ost auf der rheinland-pfälzischen Seite.

Es ist nach Angaben des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Rheinland-Pfalz 109 Meter lang, bis zu 25,5 Meter breit und steht auf rund zehn Meter hohen Stützen. Dort war im Februar 2015 ein Pfeiler abgesackt, die Folge war eine Vollsperrung der Brücke und ein wochenlanges Verkehrschaos. Erste Schritte für den Rückbau des Herzstücks begannen schon im August, es wurden beispielsweise Geländer beseitigt, auch wurde der Asphalt abgefräst. 

Die gute Nachricht für Autofahrer: Während des Abbruchs kann der Verkehr auf der Autobahn 643 auf der bereits gebauten parallel verlaufenden neuen Brücke ungehindert fließen. Gesperrt sind bis zum frühen Montagmorgen (5 Uhr) nur die Abfahrt zur Mainzer Innenstadt in Fahrtrichtung Bingen sowie die Auffahrt in Richtung Bingen. Der Neubau des Herzstücks soll bis 2020 entstehen. Am Donnerstag (13 Uhr) will der LBM ausführlich über das Projekt informieren.

Frankfurt bekommt neues Hochhaus

Für das Hochhaus One wird heute der Grundstein gelegt. 190 Meter hoch soll der teils als Hotel, teils als Büroturm konzipierte Skyscraper werden. Er wächst im Frankfurter Europaviertel in die Höhe und soll 2021 fertiggestellt werden. 

Bankvorstand soll Kundengelder veruntreut haben

Im Limburger Landgericht muss sich ab 9 Uhr das Vorstandsmitglied einer Bank aus dem Landkreis Limburg-Weilburg verantworten. Er soll mehr als acht Millionen Euro Kundengelder veruntreut haben. Von dem Geld soll er sich mehrere Häuser gekauft haben. Das Gericht hat bislang zehn Fortsetzungstermine bis kurz vor Weihnachten angesetzt.

Ehefrau erstochen: Prozessbeginn gegen 62-Jährigen

Ein 62 Jahre alter Deutscher, der seine Ehefrau erstochen haben soll, steht von heute an vor dem Landgericht Darmstadt. Die 62 Jahre alte Ehefrau war nach einer Notoperation am 26. März verstorben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten Totschlag vor.

Laut Anklage war am 22. März ein Streit in der gemeinsamen Wohnung in Rödermark-Urberach (Kreis Offenbach) eskaliert; der Mann stieß der Frau mit voller Kraft ein Küchenmesser mit 15 Zentimeter langer Klinge in den Rücken. Die Frau hatte noch ins Treppenhaus flüchten können, wo sie ein Hausbewohner antraf, der die Polizei rief. Der kurz nach der Tat festgenommene Mann soll zum Tatzeitpunkt nur eingeschränkt einsichts- und steuerungsfähig gewesen sein. Es sind bislang vier Verhandlungstage angesetzt.

Geldanleger in Millionenhöhe betrogen

Wegen Betrugs in Millionenhöhe stehen ab heute drei Männer vor dem Landgericht Frankfurt. Laut Anklage sollen sie in unterschiedlicher Beteiligung Geldanlegern bis zu 55 Prozent Rendite im Monat für deren Kapitalanlagen versprochen haben. Trotz des wegen der ungewöhnlichen Höhe unglaubwürdigen Versprechens ließen sich laut Staatsanwaltschaft 677 Anleger über das Internet auf die Geschäftsleute - und verloren insgesamt 3,4 Millionen Euro. Die Wirtschaftsstrafkammer hat vorerst drei Verhandlungstage bis Ende Oktober terminiert.

Bouffier und Schäfer-Gümbel treten im TV-Duell an

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und sein Herausforderer Thorsten Schäfer-Gümbel (SPD) liefern sich am Abend (20.15 Uhr) ein TV-Duell im Hessischen Rundfunk. Eineinhalb Wochen vor der Landtagswahl in Hessen wollen beide die knapp einstündige Sendung nutzen, um ihre Positionen bei den Topthemen Bildung, Wohnen sowie bessere Mobilität in Stadt und Land zu präsentieren. (dpa)

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