Bad Vilbel

Mehrheit für Sporthaus

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In Bad Vilbel deutet alles darauf hin, dass die Stadtverordneten die benötigten Gelder für das umstrittene Projekt des SV Fun-Ball Dortelweil freigeben.

Für die umstrittenen Pläne des Vereins Fun-Ball Dortelweil, im Baugebiet Quellenpark ein Sporthaus zu errichten, zeichnet sich eine breite Mehrheit im Stadtparlament ab, das an diesem Dienstag tagt. Bereits in der vergangenen Woche hat der Haupt- und Finanzausschuss den vorgesehenen Zuschuss und ein zinsgünstiges kommunales Darlehen für das Projekt gebilligt.

Zudem soll das städtische Grundstück dem Verein in Erbbaupacht zum symbolischen Preis von jährlich einem Euro für 99 Jahre überlassen werden. Nur die SPD enthielt sich bei der Abstimmung über die Magistratsvorlage. Sie hatte gefordert, die Stadt solle angesichts ihrer großzügigen Förderung mit dem Sportverein vereinbaren, dass auch andere Vereine die für Aerobic, Yoga, Gesundheitssport und Fitness vorgesehenen Räume nutzen könnten. CDU und Freie Wähler lehnten das ab.

Rund ein Drittel der geschätzten Gesamtkosten in Höhe von 2,4 Millionen Euro plant die Stadt als Zuschuss zu gewähren. Es wäre der bislang höchste Zuschuss der Stadt für einen Verein. Ferner will sie für den Verein ein Darlehen von 600 000 Euro mit einem Zinssatz von 1,54 Prozent und einer Laufzeit von 30 Jahren aufnehmen. Ein weiteres Drittel will der maßgeblich von den Stadtwerken getragene Verein zur Sport- und Kulturförderung in Bad Vilbel beisteuern. Der Eigenanteil des SV Fun-Ball soll 150 000 Euro betragen.

Stadtrat Klaus Minkel (CDU) sprach sich im Ausschuss strikt gegen einen Bau des Sporthauses durch die Stadt aus. Wenn eine solche Aufgabe von Privaten gestemmt werden könne, sollte man dies vorziehen, so Minkel. 

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