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Wenn die neue Lahmeyerbrücke im Herbst 2020 steht, wird die alte Brücke abgerissen.

Verkehr in Frankfurt

In Frankfurt drohen zahlreiche  Vollsperrungen

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2019 müssen in Frankfurt rund 120 Straßen und Brücken erneuert werden. Zahlreiche Verkehrsverbindungen werden daher gesperrt.  

Bei den Straßenarbeiten 2019 erwartet das Amt für Straßenbau- und Erschließung deutlich mehr Vollsperrungen im Vergleich zum Vorjahr. Der Grund sei die neue Arbeitsstättenrichtlinie (ASR), sagte Amtsleiterin Michaela Kraft. Die Richtlinie sei Ende Dezember 2018 in Kraft getreten und schreibe unter anderem größere Abstände zwischen Fahrzeugen und Baustellen zum Schutz der Arbeiter vor. „In der Konsequenz wird es zu mehr Vollsperrungen kommen“, sagte Kraft. Wie viele der geplanten Bauarbeiten davon betroffen sein würden, konnte sie noch nicht sagen.

In diesem Jahr gibt das Straßenbauamt erneut 31 Millionen Euro für die Sanierung von Straßen und Brücken aus - so wie im Vorjahr. Rund 120 Baustellen stehen auf dem Programm. Dazu zählen eine Vielzahl kleinerer Projekte, um Risse und Schlaglöcher zu entfernen, aber auch Arbeiten, die mehr als ein Jahr in Anspruch nehmen werden, wie der Bau eines Kreisverkehrs am Dunantring in Sossenheim oder der Neubau der Lahmeyerbrücke im Frankfurter Ostend. 

Die Lahmeyerbrücke werde als Stahlbetonkonstruktion mit Rampen für Radfahrer und Fußgänger neu gebaut, die mehr als 100  Jahre alte Brücke werde nach Abschluss der Arbeiten abgerissen, sagte der zuständige Abteilungsleiter Hans Beier vom Straßenbauamt. Ein anderer langjähriger Abteilungsleiter, Günter Schneider vom Baubezirk West, hat am heutigen Donnerstag seinen letzten Arbeitstag. Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) verabschiedete ihn mit den Worten: „Sie waren im Frankfurter Westen sehr präsent an den Baustellen und im Ortsbeirat und haben mir und meinen Vorgängern viel vom Hals gehalten. Sie werden uns fehlen.“ Schneiders Nachfolgerin als Baubezirksleiterin ist Cornelia Barthel. 

Barthel muss sich - wie die Baubezirksleiter im Norden und Süden - damit zurechtfinden, dass es schwieriger wird, Baufirmen für die anstehenden Arbeiten zu finden. „Wir müssen Aufträge teilweise mehrfach ausschreiben. Manchmal gibt es nur einen Bieter, der die Durchführung zu 80 bis 100 Prozent höheren Kosten anbietet“, sagte Amtsleiterin Kraft. Ob man Angebote zu solchen Preise annehme, sei Abwägungssache. Aufgrund des anhaltenden Booms in der Baubranche, der auch andere deutsche Städte betreffe, seien die Preise zuletzt in der Regel um 20 bis 30 Prozent gestiegen. Weil die Stadt den Etat für Straßen- und Brückensanierungen aber bei rund 31 Millionen Euro pro Jahr eingefroren hat, heißt das in der Konsequenz: Es wird insgesamt weniger gebaut. „Die Straßen und Brücken müssen in Ordnung sein“, sagte Stadtrat Oesterling, räumte aber ein, dass man im Budget etwa „25 bis 30 Prozent“ vom dem entfernt sei, was man brauche, „um langfristig bauen“ zu können. 

Straßenbaufirmen erhöhen die Preise 

Andererseits wüssten die Baufirmen um die Nöte der Stadt, sagte Kraft. „Wir wollen bauen, und deshalb erhöhen sie die Preise.“ Entgegenwirken wolle das Straßenbauamt, indem es Aufträge mit möglichst langem Vorlauf ausschreibe.

Was das Straßenbauamt für den Radverkehr ausgibt, blieb auf Nachfrage unklar: „Jedes Mal, wenn wir eine Straße sanieren, wird etwas für den Radverkehr mitgemacht“, sagte Oesterling. Künftig sollen in Magistratsvorlagen die jeweiligen Kosten separat ausgewiesen werden, kündigte er an. In diesem Jahr würden weitere Abstellanlagen errichtet: an den Haltestellen Neu-Isenburg-Stadtgrenze, Galluswarte, Griesheim, Niederrad, Ost-, Süd- und Lokalbahnhof. Auch würden Radwege, etwa an der Altenhöferallee auf dem Riedberg, rot gefärbt. 

Straßenbau 2019

Das Straßenbauamt  plant 2019 insgesamt 120 Baustellen. Eine Auswahl der größeren Projekte: 

Auf der Eschersheimer Landstraße im Nordend wird die Fahrbahn erneuert, zwischen Hansaallee und Querstraße, von 12.8. bis 9.9. Kosten: 371.000 Euro.

In Praunheim werden Fahrbahn und Gehwege der Straße Steinbacher Hohl erneuert, auf 170 Metern, von 20.5. bis 31.7. Kosten: 285.000 Euro.

Im Dornbusch wird die Fritz-Tarnow-Straße erneuert, auf insgesamt 245 Metern, von 3.6. bis 16.8.. Kosten: 486.000 Euro. 

In Sossenheim wird die Kreuzung Dunantring/Sossenheimer Weg/Kurmainzer Straße zu einem Kreisverkehr umgebaut, von Ende 2019 bis Ende 2020. Kosten 2,2 Millionen Euro.

Die Lahmeyerbrücke im Ostend wird neu errichtet, von Mai 2019 bis Ende September 2020. Kosten: 7,8 Millionen Euro. 

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