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Thorsten Schäfer-Gümbel bei der SPD Abschlussveranstaltung im Kunstverein Familie Montez.

SPD vor der Landtagswahl in Hessen

SPD macht sich Mut

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Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel versucht es bei der Landtagswahl in Hessen mit sachlichen Argumenten und wirbt um Vertrauen in die Politik.

Gedämpftes Licht. Betagte Sofas. Alte Sessel. Ein Trio mit Saxophon, Gitarre und Bass, das Fahrstuhl-Jazz spielt. Im Kunstverein Familie Montez kommt am Abend die sozialdemokratische Familie zusammen und macht sich Mut. Sie ist meist grau- und weißhaarig.

Die Meinungsumfragen sind Thema, die SPD und Grüne gleichauf sehen bei 20 Prozent. Wie also lässt sich die Landtagswahl am morgigen Sonntag doch noch gewinnen? „Sperrt Eure grünen Freunde ein – um 18.01 Uhr könnt Ihr sie wieder freilassen!“, rät der Entertainer Bäppi La Belle. Der es ansonsten mit geschmacklosen Witzen unter der Gürtellinie versucht. „Der alte Sozialdemokrat tritt auf dem Sterbebett in die AfD ein. ‚Mein Sohn, warum hast Du das getan?’, fragt der Pfarrer entsetzt. ‚Besser, es stirbt einer von denen, als einer von uns!’“ 

TSG versucht es mit konkreten Inhalten 

Man muss Thorsten Schäfer-Gümbel sehen, wenn er so etwas hört. Der SPD-Spitzenkandidat (TSG) verzieht geradezu schmerzlich das Gesicht. Als er dann alleine, nur mit dem Mikrophon in der Hand, auf der Bühne steht, versucht er es mit konkreten Inhalten. Und das funktioniert gut. Endlich die Befristung von Arbeitsverträgen bei Lehrern beenden. Endlich die politische und kulturelle Bildung in den Schulen wieder ausbauen.

„Wir haben eine Vertrauenskrise in der Politik“, gibt TSG zu. Und wirbt zugleich „um einen neuen Vertrauensvorschuss“. Mal sehen, ob das fruchtet.

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