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In Wiesbaden gibt es das Handyparken seit 2010 - nun zieht auch Frankfurt nach.

Handyparken in Frankfurt

Das Handyparken kommt

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Die Stadt Frankfurt will das Handyparken einführen. Nutzer können sich auf einer Plattform registrieren. Die Abrechnung ist minutengenau. Aber die Preise der Anbieter variieren.

Die Stadt Frankfurt will das Handyparken einführen. Bis zum Frühjahr will das Integrierte Verkehrs- und Mobilitätsmanagement der Region (IVM) einen Rahmenvertrag mit der „Smartparking“-Plattform schließen, sagte Geschäftsführerin Heike Mühlhans.

Unterdessen bereitet der Magistrat der Stadt eine entsprechende Vorlage vor. Über diese werden die Stadtverordneten und Vertreter der Ortsbeiräte demnächst beraten. Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) rechnet damit, dass das Handyparken bis zur Sommerpause beschlossen sein wird.

Überlegungen zum Handy-parken in Frankfurt gibt es seit 2009. Nach seiner Amtseinführung 2016 hatte Oesterling angekündigt, das Handyparken einführen zu wollen. Beim Handyparken müssen Autofahrer nicht mehr zum Parkscheinautomaten laufen. Sie bezahlen über eine Smartphone-App. Die Abrechnung erfolgt im Minutentakt. Über die Plattform smartparking.de können sich die Autofahrer bei einem oder mehrere Anbietern registrieren. Der- zeit gibt es sieben Anbieter in mehr als 70 deutschen Städten.

In der Region gibt es das Handyparken bereits in Bad Homburg, Wiesbaden und Hanau. Künftig sollen Offenbach, Darmstadt, Frankfurt und Hofheim dazukommen, sagte Heike Mühlhans. Die Städte schlössen sich dem „Regionalportal Handyparken“ des IVM an. Vorreiter beim Handyparken war Mainz im Jahr 2005.

Die städtische Verkehrspolizei kontrolliert das Handyparken, bei dem es keine Parkscheintickets gibt, über ein elektronisches Datenerfassungsgerät. Dieses gleicht das Kennzeichen mit den Informationen der Anbieter ab.

Ein Vorteil für die Autofahrer sei, dass sie nicht mehr zum Automaten laufen müssten, um die Parkzeit zu verlängern, sagte Oesterling. Das könnten sie, bis zum Erreichen der Höchstparkzeit, über die App erledigen.

Parken kostet derzeit in bewirtschafteten Zonen in der Innenstadt einen Euro für 20 Minuten beziehungsweise drei Euro für eine Stunde. Außerhalb der Innenstadt ist es günstiger, mit 50 Cent für 20 Minuten. Beim Handyparken sollten die Nutzer die Preise vergleichen. Diese variieren bei den verschiedenen Anbietern leicht. Auch nehmen die Anbieter eine Gebühr von wenigen Cent für ihre Dienstleistung. Die Parkgebühren führen die Unternehmen an die Stadt ab.

Im Jahr 2018 nahm die städtische Parkhausbetriebsgesellschaft, die im Auftrag der Stadt die Parkscheinautomaten betreibt, rund fünf Millionen Euro ein, sagte Oesterling. Er erhofft sich weiteren Nutzen für die Stadt. So würden erstmals genaue Datensätze erstellt, wie oft und wann welche Parkräume belegt seien. Das könnte Grundlage für weiteres politisches Handeln sein. Zugang zu den Daten habe die Stadt exklusiv.

Angesichts der Debatte um die Fahrverbote in Frankfurt und ausstehender Gerichtsentscheide kündigte Oesterling weitere Entscheidungen an. Neben Busspuren, Park-and-ride-Plätzen und der Nachrüstung kommunaler Fahrzeuge zähle dazu die Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung. Diese soll schrittweise erfolgen, zunächst in einem Ring um den Anlagenring. Auch soll das Bewohnerparken in weiteren Stadtteilen eingeführt werden.

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