+
Die Fahrten von Frankfurt nach Offenbach werden günstiger.

RMV-Preise

Günstig zum Nachbarn

  • schließen

Der RMV senkt die Preise zwischen Frankfurt und 19 Nachbarkommunen.

Wer aus Frankfurt mit Bus oder Bahn in eine der umliegenden Kommunen pendelt, muss dafür ab sofort weniger tief in die Tasche greifen. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) hat am Montag die Preise für diese Verbindungen gesenkt. Tickets sind nun zwischen 16 und 34 Prozent günstiger. Damit fallen die Preissprünge über die Tarifgrenze hinaus weg.

Kostete die Einzelfahrt von Fechenheim nach Offenbach bisher 4,90 Euro, so sind jetzt 3,25 Euro fällig. Gleiches gilt für die Fahrt von Oberrad nach Offenbach, Sachsenhausen nach Neu-Isenburg und Bad Vilbel Kernstadt zur Unfallklinik in Frankfurt. Die Fahrten von Bonames nach Oberursel, Hattersheim nach Frankfurt-Höchst oder Liederbach nach Unterliederbach kosten nun 4,10 statt 4,90 Euro.

„Das neue Nachbarschaftsticket macht die Mobilität leistungsgerechter und preiswerter“, sagte RMV-Geschäftsführer Knut Ringat. „Wir haben nun nicht mehr so große Tarifsprünge“, stellte er fest.

„Es hat die Leute sauer gemacht, wenn sie ab der Stadtgrenze mehr zahlen sollten“, sagte der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), der auch Aufsichtsratsvorsitzender des RMV ist. Er kündigte an, dass die Preissenkungen „kein Show-Effekt“ sein sollen: „Wir wollen diese Preise halten.“ 

Zwischenpreise fürs Nachbarschaftsticket 

Für das sogenannte Nachbarschaftsticket hat der RMV das Tarifgebiet 5000-Frankfurt in die neuen Tarifzonen 5001-5010 und 5059 unterteilt und Zwischenpreise eingefügt. Statt eines einheitlichen Preises von und nach Frankfurt gilt nun, dass kurze Strecken weniger kosten. Das betrifft den Hochtaunus-, Main-Taunus-, Main-Kinzig- und Wetteraukreis sowie Stadt und Kreis Offenbach.

Fahrgäste müssen aber darauf achten, das konkrete Fahrtziel anzugeben, zum Beispiel 5004-Rödelheim, um eine Vergünstigung zu erhalten. Wer das Tarifgebiet 5000-Frankfurt wählt, zahlt den vollen Betrag. Innerhalb von Frankfurt ändert sich für Fahrgäste nichts. Sie zahlen weiterhin 2,75 Euro für den Einzelfahrschein. Auch zum Flughafen wird es nicht günstiger. Bei den Wochen-, Monats- und Jahreskarten lassen sich günstigere Tarife wählen. Dann gilt das Ticket aber nicht mehr im gesamten Stadtgebiet - und wer ohne gültigen Fahrschein erwischt wird, zahlt 60 Euro.

Änderungen bei Jahreskarten sind jeweils zum Monatsersten möglich. Wochen- und Monatskarten lassen sich an den Vertriebstellen zurückgeben, falls Fahrgäste eine neue kaufen. Der Offenbacher Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD) begrüßte das Nachbarschaftsticket: „Für Herausforderungen wie Klimawandel oder Wohnen gibt es eine Antwort: Schiene, Schiene, Schiene“, sagte er. RMV-Chef Ringat kündigte an, das Nachbarschaftsticket auf andere Städte ausweiten zu wollen - zum Beispiel rund um Wiesbaden bis nach Mainz.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare