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In den Industriestraßen will die Stadt die Schlaglöcher stopfen.

Straßen in Frankfurt

Geld für marode Straßen

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Die Stadt Frankfurt will in ihre Straßen investieren. Sie will 75 Millionen Euro ausgeben, um die Verbindungen in die Industriegebiete zu erneuern.

In den kommenden Jahren will die Stadt rund 75 Millionen Euro ausgeben, um die Straßen in Industriegebieten zu sanieren. Zeitplan und Budget haben Oberbürgermeister Peter Feldmann, und Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (beide SPD) sowie Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU) am Donnerstag vorgestellt.

Der Schwerpunkt des „Investitionsprogramms Industriestraßen“ liegt im Industriegebiet Seckbach nördlich der Borsigallee. Knapp die Hälfe der Straßen, die aus Mitteln des Programms saniert werden sollen, befinden sich dort.

„Durch den Sanierungsstau der letzten Jahre besteht dringender Handlungsbedarf, die Industriegebiete für die ansässigen und künftigen Unternehmen zu attraktivieren“, sagte Wirtschaftsdezernent Frank.

Außerdem fließen weitere Millionenbeträge in die Sanierung der Straßen in den Gewerbegebieten Fechenheim-Nord, nördlich der Hanauer Landstraße, ins sogenannte Oberhafengebiet rund um die Carl-Benz- und Daimlerstraße sowie in die Gewerbegebiete Osthafen, Griesheim und Nieder-Eschbach. Geplant ist jeweils eine „grundhafte Erneuerung“ der Straßen. Sie seien vom häufigen Lastwagenverkehr „abschnittweise oder in voller Länge“ geschädigt. Insgesamt 26 Straßen werden erneuert.

„Wir haben hier viele Firmen und es siedeln sich täglich neue an. Dass ihnen eine funktionierende und sichere Infrastruktur zur Verfügung steht, dafür sorgen wir“, sagte Feldmann.

Das Geld für das Investionsprogramm soll aus dem städtischen Haushalt kommen. Das Amt für Straßenbau und Erschließung können die Sanierung aus seinem Jahresetat nicht finanzieren.

Laut Programm sollen ab 2018 jedes Jahr 1,5 Millionen Euro in die Sanierung fließen. Ab 2022 soll sich der Betrag auf 6 Millionen Euro pro Jahr erhöhen. Wird der Kostenplan eingehalten, ist die letzte Straße im Jahr 2033 saniert - falls bis dahin nicht neue Schlaglöcher auftauchen.

Den Zustand der Straßen erfasst das Straßenbauamt regelmäßig. Dabei laufen die Mitarbeiter die verschiedenen Straßen im Stadtgebiet ab und tragen die Schäden in ein mobiles Gerät ein. Die Hauptstraßen werden alle zehn Tage kontrolliert, die Straßen mit mittlerer Verkehrsdichte alle 25 Tage, die Straßen in Wohngebieten alle 40 Tage. Mehrere Mitarbeiter sind täglich im Einsatz. Die Daten werden in das sogenannte „Pavement-Management“-System eingetragen. Ausgehend vom Straßenzustand beauftragen die einzelnen Baubezirke Firmen mit der Sanierung. Das Frankfurter Straßennetz ist rund 1400 Kilometer lang.

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